Marokko wirft Kanada aus WM-Viertelfinale – Bayern-Neuzugang verletzt
Marokko wirft Kanada raus – Bayern-Neuzugang verletzt

Marokko hat Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und als erstes Team das Viertelfinale der Fußball-WM erreicht. Die Mannschaft von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi gewann am Samstag in Houston mit 3:0 (0:0), tat sich aber lange schwer. Azzedine Ounahi traf zweimal (50. und 82. Minute), Soufiane Rahimi erhöhte in der Nachspielzeit (90.+8).

Bayern-Neuzugang Saibari verletzt ausgewechselt

Offen ist, ob Bayern-Neuzugang Ismael Saibari im Viertelfinale wieder spielen kann. Der Offensivstar musste verletzungsbedingt bereits in der 22. Minute ausgewechselt werden. Saibari war bei dieser WM zuvor dreimal erfolgreich gewesen, unter anderem beim 1:1 gegen Brasilien. Der FC Bayern hatte ihn Schätzungen zufolge für rund 55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven verpflichtet.

Für Kanada endet das Turnier dagegen. Das Team von Jesse Marsch verabschiedet sich aber mit dem Erfolg, erstmals WM-Punkte geholt und so weit wie nie zuvor gekommen zu sein. Auf der Tribüne half auch die Anfeuerung von Eishockey-Ikone Wayne Gretzky als einer von 68.777 Zuschauern nicht.

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Marokko startet passiv – Kanada drückt

Marokko, das in Katar vor dreieinhalb Jahren Vierter geworden war, begann erstaunlich passiv. Kanada, erneut ohne den nicht ganz fitten Bayern-Profi Alphonso Davies, bestimmte die Anfangsphase. Jonathan David vergab eine gute Chance (5.), Tani Oluwaseyi scheiterte an Torhüter Yassine Bounou (10.). Die verletzungsbedingte Auswechslung von Saibari traf die Marokkaner hart. Rahimi kam für ihn und gab den ersten Torschuss (28.).

Bis zur Pause passierte wenig, die Partie wirkte behäbig und wurde hitzig. Eine Rangelei endete mit Gelben Karten für Kanadas Richie Laryea und Marokkos Achraf Hakimi (40.). Schiedsrichter Michael Oliver hatte Mühe, die Gemüter zu beruhigen.

Ounahi erlöst Marokko nach der Pause

„Das Level, das wir die ersten Spiele gezeigt haben, wird nicht reichen, um dieses Spiel zu gewinnen“, hatte Trainer Ouahbi vor dem Spiel gemahnt. Kurz nach Wiederanpfiff fiel die Führung: Nach einem Freistoß von Hakimi traf Ounahi von der Strafraumgrenze flach ins untere Eck (50.). Marokko verlegte sich auf Konter und konnte abwarten. Das zweite Tor von Ounahi besiegelte die Niederlage für Kanada (82.). In der Nachspielzeit sorgte Rahimi für den Endstand (90.+8).

Marokko trifft im Viertelfinale nun auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Paraguay. Kanada verabschiedet sich mit dem Gefühl, erstmals WM-Punkte geholt und die Vorrunde überstanden zu haben.

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