Alba Berlin vor Pokal-Top Four mit Personalproblemen: Timing ungünstig
Alba vor Top Four mit Personalsorgen: Timing ungünstig

Alba Berlin vor Pokal-Top Four mit Personalproblemen: Timing ungünstig

Der Zeitpunkt für das Top Four im BBL-Pokal am Wochenende hätte für die Basketballer von Alba Berlin kaum ungünstiger sein können. Denn ausgerechnet jetzt plagen den Rekordpokalsieger erhebliche Personalprobleme, die die Vorbereitung auf das Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg am Samstag in München erschweren.

Personalsorgen überschatten die Vorbereitung

„Das Timing ist nicht optimal und ein bisschen hart“, sagte Kapitän Jonas Mattisseck mit Blick auf die Verletzungs- und Krankheitsprobleme. Führungsspieler Martin Hermannsson fällt mit einer Daumenverletzung definitiv aus. Hinter den beiden Point Guards Jack Kayil und Bennet Hundt stehen große Fragezeichen, ob sie einsatzfähig sein werden.

Trainer Pedro Calles äußerte sich vorsichtig: „Wir müssen da sehr vorsichtig sein und abwarten. Aber wir tun, was möglich ist.“ Möglicherweise muss Alba – wie in den letzten zwei Partien – wieder ohne Point Guard auskommen, was ein erhebliches Handicap darstellen würde. Zusätzlich meldete sich am Donnerstag Flügelspieler Justin Bean krank ab.

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Teamchemie als Hoffnungsträger

Trotz der schwierigen Ausgangslage setzt Alba auf seine Teamchemie und die Bereitschaft der Spieler, füreinander einzuspringen. „Wir wissen ganz genau, dass es jetzt darauf ankommen wird“, betonte Mattisseck. „Dann müssen halt die Leute einspringen, die das zuletzt gemacht haben.“

Für Sportdirektor Himar Ojeda ist klar, dass sein junges und unerfahrenes Team alles geben muss, um eine Chance zu haben. „Wir müssen an unser Limit gehen. Gelingt uns das nicht, wird es schwierig für uns“, sagte der Spanier.

Vorfreude trotz aller Schwierigkeiten

Obwohl die Umstände nicht ideal sind, gibt es bei Alba Berlin auch Vorfreude auf das Top Four. „Wir sind trotzdem alle heiß. Zusammen mit den Playoffs vielleicht das geilste, was man spielen kann“, erklärte Mattisseck. Die Aussicht auf den ersten Titel der Saison soll zusätzlichen Ansporn bieten.

„Ein geiles Gefühl. Wenn du weißt, wenn du zwei Spiele gewinnst, bist du Pokalsieger“, fügte der 26-jährige Kapitän hinzu. Die Atmosphäre beim Final Four in München wird als besonders motivierend beschrieben.

Bayern München als haushoher Favorit

Die Rollen beim Top Four scheinen klar verteilt zu sein. Gastgeber FC Bayern München gilt als klarer Favorit für den Pokalsieg. „Sie sind der klare Favorit“, sagte Trainer Calles. Mattisseck ergänzte: „Sie haben einen extrem starken Kader, spielen extrem gut zur Zeit. Die sind der absolute Topfavorit.“

Für alle anderen Teams heißt es deshalb, alles zu geben und zu versuchen, die Bayern zu ärgern. Immerhin konnte Alba die Bayern in dieser Saison schon einmal schlagen – eine von nur zwei Ligapleiten für München.

Herausforderung gegen Oldenburg

Im Halbfinale wartet jedoch zunächst die Herausforderung gegen die EWE Baskets Oldenburg. Gegen diesen Gegner verloren die Berliner noch Anfang Januar. „Zusammen mit den Bayern sind sie das aktuell formstärkste Team“, warnte Trainer Calles, der selbst zwei Jahre bei Oldenburg tätig war.

Sportdirektor Ojeda ergänzte: „Und sie haben viel Selbstbewusstsein.“ Zuvor duellieren sich im ersten Halbfinale Gastgeber FC Bayern München und die Bamberg Baskets. Gegen Bamberg konnte Alba in dieser Saison beide Partien gewinnen.

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