Gewalt überschattet Knicks-Titelgewinn
Die Feierlichkeiten zum ersten NBA-Titel der New York Knicks seit 53 Jahren sind von schweren Ausschreitungen überschattet worden. In der Nacht zum Sonntag wurden nach Angaben eines Sprechers der New Yorker Polizei 63 Menschen festgenommen. Zehn Polizeibeamte erlitten Verletzungen, wie übereinstimmende Medienberichte vermelden. Zudem wurde ein Bus in Brand gesetzt und es kam zu mehreren Messerstechereien. Ein 17-Jähriger wurde angeschossen, mehrere Polizeifahrzeuge wurden beschädigt.
Tausende Fans hatten nach dem 94:90-Sieg der Knicks bei den San Antonio Spurs im fünften Finalspiel die Straßen Manhattans geflutet. Nach zunächst friedlichen Feierlichkeiten eskalierte die Stimmung später rund um den Madison Square Garden und den Times Square. Es kam zu Sachbeschädigungen, Angriffen auf Polizeikräfte und mehreren Gewalttaten.
Brennender WM-Bus
Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte die Ausschreitungen eindringlich: „Die überwiegende Mehrheit der New Yorker hat angemessen gefeiert. Einige wenige taten dies nicht. Wir haben immer wieder betont, dass wir, egal wie begeistert wir sind, Gewalt weder gegenüber Polizisten noch gegenüber anderen tolerieren werden.“
Am Times Square wurden mehrere Busse beschädigt. Rund 15 der gelben Schulbusse waren als Shuttle für den Transport von Fußballfans zum WM-Spiel zwischen Brasilien und Marokko (1:1) im MetLife Stadium in New Jersey eingesetzt worden. Mindestens einen dieser Busse setzten die Randalierer in Brand. Laut Polizeiangaben schlugen Hooligans zudem mit Baseballschlägern auf Polizeifahrzeuge ein und zündeten Feuerwerkskörper inmitten der riesigen Menschenmengen. Es gab mehrere Schlägereien.
Die Knicks hatten mit ihrem Sieg gegen die Spurs ihre erste Meisterschaft seit 1973 gewonnen und damit eine der längsten Titel-Durststrecken im US-Profisport beendet. Für Donnerstag ist in Manhattan eine große Meisterparade geplant.



