British-Open-Eklat: McIlroy rechnet mit Trump-Kumpel DeChambeau ab
British-Open-Eklat: McIlroy attackiert DeChambeau

Die British Open in Royal Birkdale werden von einem heftigen Konflikt überschattet. Rory McIlroy hat Bryson DeChambeau scharf attackiert und ihm vorgeworfen, das älteste Golfturnier der Welt in Geiselhaft genommen zu haben. Der Nordire sprach von „viel Schauspielerei“ und kritisierte, dass DeChambeau das Major für Aufmerksamkeit missbrauche.

Der Auslöser: Zwei-Schlag-Strafe für DeChambeau

Der Eklat begann am Freitag, als DeChambeau während seiner zweiten Runde auf Loch fünf nach einem verzogenen Schlag das hohe Gras hinter seinem Ball niedertrat. TV-Bilder belegten den Regelverstoß. Die Turnierleitung belegte den 32-Jährigen daraufhin mit einer Zwei-Schlag-Strafe, wodurch er statt einem Schlag Rückstand plötzlich drei Schläge zurücklag. DeChambeau weigerte sich zunächst, die Strafe zu akzeptieren, und drohte mit seinem Rückzug. Erst kurz vor 23 Uhr gab er bekannt, am Samstag doch anzutreten. Die Unsicherheit ließ andere Spieler und Organisatoren bis zuletzt im Unklaren über den weiteren Turnierverlauf.

McIlroys gnadenlose Abrechnung

Nach seiner dritten Runde trat McIlroy vor die Kameras und ließ kein gutes Haar an DeChambeau. „Ich werde mich hier nicht hinstellen und so tun, als ob ich Bryson verteidigen möchte“, sagte der sechsmalige Major-Champion. „Ich bin kein besonders großer Fan von ihm. Vieles davon ist Show.“ McIlroy betonte, dass die Strafe gerechtfertigt gewesen sei: „Das Turnier so als Geisel zu halten und uns alle – Spieler, Freiwillige, einfach jeden – warten zu lassen, fand ich nicht besonders gut.“ Die Rivalität zwischen den beiden reicht Jahre zurück, unter anderem duellierten sie sich 2024 bei der US Open, die DeChambeau mit einem Schlag Vorsprung gewann. Beim Masters 2025, als McIlroy seinen Karriere-Grand-Slam perfekt machte, sprach er auf der letzten Runde kein Wort mit DeChambeau.

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Experten kritisieren DeChambeaus Verhalten

Zahlreiche ehemalige Profis, die als Experten für verschiedene Sender arbeiten, gingen mit DeChambeau hart ins Gericht. Sie warfen ihm vor, in einer eigenen Welt zu leben und die „Bryson Open“ statt der British Open zu spielen. Schon vor dem Turnier hatte DeChambeau für Aufsehen gesorgt, als er sich mit dem sechsmaligen Major-Champion Nick Faldo einen verbalen Schlagabtausch lieferte. Faldo hatte DeChambeau in seiner Expertenrolle kritisiert, weil dieser bei den vorhergegangenen drei Major-Turnieren des Jahres vorzeitig ausgeschieden war.

Scheffler hält sich zurück

Weltranglistenerster Scottie Scheffler, der gemeinsam mit DeChambeau auf dem Platz war, als der Regelverstoß passierte, wollte sich noch nicht abschließend äußern. „Eigentlich habe ich eine Menge dazu zu sagen“, sagte der US-Amerikaner. „Ich habe nur noch nicht entschieden, was ich davon öffentlich sagen will.“ Der Konflikt könnte weiter eskalieren, da die British Open noch nicht entschieden sind und DeChambeau weiterhin im Turnier ist.

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