Das deutsche Eishockey trauert um seine Schiedsrichter-Legende Josef „Jupp“ Kompalla. Der gebürtige Kattowitzer starb am Sonntag im Alter von 90 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Dies gab der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am selben Tag bekannt. Kompalla, der erst 1969 zur Pfeife wechselte, avancierte zu einem der profiliertesten Unparteiischen des Sports – national wie international.
Über 2000 Spiele und zahlreiche Einsätze bei Weltmeisterschaften und Olympia
Insgesamt leitete Kompalla bis zu seinem Karriereende 1992 über 2000 Spiele. Seine internationale Karriere umfasste elf Weltmeisterschaften sowie drei Olympische Spiele. Für seine Verdienste wurde er 1992 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seit 2003 ist er Mitglied der „Hall of Fame“ des DEB.
Familie und Eishockey: Tochter Nicole ebenfalls Schiedsrichterin
Die Schiedsrichter-Tradition setzte Kompallas Tochter Nicole (62) fort, die ebenfalls als Unparteiische aktiv war. Der DEB würdigte Kompalla mit den Worten: „Mit Jupp Kompalla verliert die Eishockeywelt eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die den Eishockeysport in Deutschland über viele Jahre hinweg mitgestaltet hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen Angehörigen.“
DEL-Geschäftsführer Tripcke würdigt langjährigen Freund und Ratgeber
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke äußerte sich ebenfalls betroffen: „Die deutsche Eishockey-Familie verliert mit Jupp einen ihrer ganz Großen. Jupp hat mich in den vergangenen drei Jahrzehnten als guter Freund und auch als Ratgeber eng begleitet. Daher bin ich sehr froh, dass wir ihn im Rahmen unserer Award-Show im vergangenen März anlässlich seines 90. Geburtstags noch einmal persönlich für seine überragenden Leistungen würdigen konnten.“



