Wimbledon-Heldin Kerber beendet Karriere: Emotionaler Abschied in Bad Homburg
Kerber beendet Karriere: Emotionaler Abschied in Bad Homburg

Angelique Kerber, die Wimbledon-Siegerin von 2018, hat sich am Sonntagabend in Bad Homburg endgültig von der großen Tennisbühne verabschiedet. Vor 4100 Zuschauern im ausverkauften Stadion gab es Gänsehaut, Tränen und einen Helene-Fischer-Hit, der die Emotionen noch einmal hochkochen ließ. Die 36-Jährige beendet damit ihre beeindruckende Karriere, die sie an die Spitze der Weltrangliste und zu drei Grand-Slam-Titeln führte.

Ein letzter Auftritt voller Emotionen

Der Abschiedsabend war von Anfang an von Wehmut geprägt. Kerber betrat den Platz unter tosendem Applaus, winkte den Fans zu und konnte ihre Tränen kaum zurückhalten. „Es ist unglaublich, wie viele Menschen heute hier sind, um mich zu feiern. Das bedeutet mir alles“, sagte die ehemalige Weltranglistenerste in ihrer Abschiedsrede. Auf der Videoleinwand wurden Grußbotschaften von Tennisgrößen wie Serena Williams, Roger Federer und Rafael Nadal eingespielt, die Kerber für ihre Leistungen und ihre Persönlichkeit würdigten.

Neue Rolle als Mutter und Turnier-Direktorin

Kerber nutzte die Gelegenheit, um einen Ausblick auf ihr Leben nach dem Profitennis zu geben. „Ich freue mich darauf, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen und meine Tochter aufwachsen zu sehen“, sagte sie. Zudem wird sie künftig als Turnier-Direktorin des WTA-Turniers in Bad Homburg fungieren. „Ich möchte dem Tennis etwas zurückgeben und junge Spielerinnen fördern“, erklärte sie. Die gebürtige Bremerin betonte, dass sie dem Sport weiterhin verbunden bleiben werde, jedoch in einer neuen Rolle.

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Erinnerungen an die größten Erfolge

Besonders bewegend waren die Momente, in denen Kerber auf ihre größten Erfolge zurückblickte. Der Sieg bei den Australian Open 2016, der Triumph in Wimbledon 2018 sowie der Gewinn der US Open im selben Jahr waren die Höhepunkte ihrer Laufbahn. „Wimbledon war etwas ganz Besonderes. Der Moment, als ich den Pokal in den Händen hielt, war unbeschreiblich“, erinnerte sie sich. Auch die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hob sie hervor.

Comeback von Venus Williams als Wunschgegnerin

Kerber verriet zudem, dass sie sich auf das Comeback von Venus Williams freue. „Venus war immer eine meiner größten Rivalinnen und Freundinnen. Ich hoffe, dass sie bald wieder auf dem Platz steht“, sagte sie. Die 44-jährige Amerikanerin hatte zuvor angekündigt, nach einer Verletzungspause zurückzukehren. Kerber scherzte: „Vielleicht fordere ich sie zu einem letzten Match heraus – aber nur zum Spaß.“

Fans feiern ihre Heldin

Nach dem offiziellen Teil ließen die Fans ihre Heldin hochleben. Im Stadion erklang der Helene-Fischer-Hit „Atemlos durch die Nacht“, den Kerber als ihren persönlichen Gänsehaut-Song bezeichnet hatte. Viele Zuschauer waren zu Tränen gerührt, als Kerber ein letztes Mal ihre Schläger in die Menge warf. „Das war der perfekte Abschied. Ich bin unendlich dankbar für all die Unterstützung in den letzten 20 Jahren“, sagte sie sichtlich bewegt.

Mit dem Ende ihrer aktiven Karriere hinterlässt Angelique Kerber eine Lücke im deutschen Tennis. Sie war nicht nur eine der erfolgreichsten Spielerinnen des Landes, sondern auch ein Vorbild für viele junge Athletinnen. Ihr Vermächtnis wird jedoch in ihrer neuen Rolle als Turnier-Direktorin und Mutter weiterleben.

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