Rostocker Seawolves verpassen historischen Einzug ins Viertelfinale
Die Basketballer der Rostock Seawolves müssen sich vorzeitig aus dem laufenden Europapokalwettbewerb verabschieden. In einem spannenden und emotionalen Spiel verpassten die Rostocker den Eintrag in die Geschichtsbücher ihres Vereins, als sie gegen das spanische Spitzenteam UCAM Murcia mit 82:89 (33:46) unterlagen.
Verpasste Chance auf historischen Erfolg
Ein Heimsieg hätte den Seawolves erstmals den Sprung ins Viertelfinale des FIBA Europe Cup ermöglicht und sie unter die besten acht Teams dieses Wettbewerbs gebracht. Doch diese historische Gelegenheit zerrann den Rostockern in der entscheidenden Schlussphase des Spiels. Durch die Niederlage rutschten sie in der Gruppenwertung sogar noch auf den dritten Platz zurück.
Die erste Halbzeit gehörte über weite Strecken den Gästen aus Spanien, die mit präzisem Spiel und hoher Trefferquote einen deutlichen Vorsprung herausspielten. Die Rostocker zeigten sich anfangs unsicher und konnten nicht an ihre sonstigen Leistungen anknüpfen.
Starke Aufholjagd in der zweiten Hälfte
Nach der Pause präsentierten sich die Seawolves jedoch von einer völlig anderen Seite. „Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt und vor allem hart verteidigt“, analysierte Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz nach dem Spiel. „Wir waren direkt Brust an Brust, haben Würfe in letzter Sekunde erzwungen – doch Murcia hat alles getroffen.“
Die Rostocker zeigten in der zweiten Spielhälfte ihre ganze Zähigkeit und kämpferische Stärke. Zeitweilig gelang es ihnen sogar, den Rückstand in eine eigene Führung zu drehen und damit für ordentlich Stimmung in der voll besetzten Rostocker Stadthalle zu sorgen. Die Fans feierten jeden Punkt und jede gute Aktion ihrer Mannschaft.
Spanische Erfahrung macht den Unterschied
In der entscheidenden Schlussphase zeigte sich jedoch die größere Erfahrung und Abgezocktheit der spanischen Mannschaft. UCAM Murcia, die bereits vor dem Spiel das Viertelfinale erreicht hatte und somit ohne Druck agieren konnte, behielt in den kritischen Momenten die Nerven und entschied das Spiel zu ihren Gunsten.
„Die Rostocker haben in den letzten 20 Minuten hervorragend gespielt, aber wir haben wie immer hart gekämpft und am Ende gewonnen“, freute sich Murcias Trainer Sito Alonso über den verdienten Sieg seiner Mannschaft.
Individuelle Leistungen und Ausblick
Für die Seawolves ragte besonders Schwartz mit 24 Punkten heraus, gefolgt von Crockett Jr. mit 15 Punkten. Baggette steuerte 11 Punkte bei, während Klassen nur auf 3 Punkte kam und seine Enttäuschung nach dem Spiel nicht verbergen konnte.
Die Endstand der Gruppe A lautete:
- 1. UCAM Murcia: 12 Punkte
- 2. KC Szombathely: 9 Punkte
- 3. Rostock Seawolves: 8 Punkte
- 4. Trefl Sopot: 7 Punkte
Nach diesem enttäuschenden Europapokal-Aus müssen sich die Rostocker nun auf die Bundesliga konzentrieren. Am Sonntag bestreiten sie ein Auswärtsspiel beim Syntainics MBC (Spielbeginn: 15:00 Uhr, live bei DYN), bevor am nächsten Mittwoch (18:30 Uhr) in der Stadthalle Rostock die BMA365 Bamberg Baskets zu Gast sind.



