Die norwegische Sportwelt trauert um ihren erfolgreichsten Ruderer. Der zweimalige Einer-Olympiasieger Olaf Tufte ist im Alter von 50 Jahren gestorben. Wie norwegische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung seiner Familie berichten, wurde Tufte bewusstlos auf seinem Hof gefunden. Trotz sofortiger Rettungsversuche konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden; er starb im Nationalkrankenhaus in Oslo. Tufte hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Die Todesursache ist bisher unbekannt. Es gebe laut Mitteilung keine Zeugen und keinen Verdacht auf einen Arbeitsunfall.
„Einer der größten Sporthelden Norwegens“
Die Nachricht löste in Norwegen unter Sportlern und Politikern große Betroffenheit aus. „Tufte hat unserem Land unzählige Momente der Freude am Sport geschenkt. Er war einer der größten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympiateilnehmer, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und für viele ein großes Vorbild. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen“, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (65).
Olympische Erfolge und späte Karriere
Tufte hatte bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking Gold gewonnen. 2001 und 2003 wurde er Weltmeister im Einer. Auch im höheren Alter war er noch erfolgreich: Mit 40 Jahren feierte der Ruderer 2016 in Rio de Janeiro mit Olympia-Bronze im Doppelzweier seine letzte Medaille. Fünf Jahre später belegte er mit 45 Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio im Doppelvierer den neunten Platz.
Noch vor wenigen Tagen trainierte er Talente
Am vergangenen Freitag hatte Tufte noch Nachwuchsruderer für die anstehende Ruder-EM trainiert, sagte Frank Ove Reite, Präsident des norwegischen Ruderverbandes: „Olaf war ein großartiger Familienvater, Mensch und Sportler. Wir müssen das erst begreifen. Es ist ein Schock für den gesamten norwegischen Rudersport. Dafür gibt es keine Worte.“



