Wimbledon: Jan-Lennard Struff in den „Last 8 Club“ aufgenommen
Struff im „Last 8 Club“ aufgenommen

Struff erreicht Viertelfinale und wird Clubmitglied

Jan-Lennard Struff (36) hat mit seinem Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon eine besondere Ehre erhalten. Der Profi aus Warstein ist ab sofort Mitglied des berühmten „Last 8 Club“. Dieser Club besteht aus allen Spielern, die jemals unter den letzten Acht im Einzel, im Halbfinale des Doppels oder im Endspiel des Mixed standen. Über 800 Mitglieder zählt der Club, der sich in den noblen, nur für Mitglieder zugänglichen Räumen auf der Anlage des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs trifft.

Struff über die Aufnahme: „Es ist mega“

„Vor acht Jahren habe ich knapp im Doppel im Viertelfinale verloren, sonst wäre ich schon drin. Aber es jetzt geschafft zu haben, ist mega. Ich habe gehört, dass es was Besonderes ist“, sagte Struff. Der „Last 8 Club“ wurde 1986 gegründet. Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt mit Groundpässen, Zugang zu einer eigenen Hospitality-Lounge sowie Tickets für den Centre Court und Court One. Diese Tickets werden täglich unter denen verlost, die sich in eine Liste eingetragen haben – sechs Stück pro Tag. Zudem findet jährlich ein „Last 8 Supper“, ein gemeinsames Abendessen, statt.

Prominente deutsche Mitglieder

In den vergangenen 40 Jahren haben es viele Deutsche in den Club geschafft. Zu den prominentesten gehören Boris Becker (58) und Steffi Graf (57). Weitere Mitglieder sind Michael Stich, Jule Niemeier, Tatjana Maria, Laura Siegemund, Alexander Popp, Florian Mayer, Tommy Haas, Rainer Schüttler, Kevin Krawietz und Tim Pütz. In den Bereichen des Last 8 Clubs werden Speisen und Getränke angeboten, und zwischen 18 und 19 Uhr gibt es eine „Happy Hour“ mit Getränken und kleinen Häppchen.

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Vorteile der Mitgliedschaft

Besonders reizvoll ist, dass jedes Mitglied einen Gast mitbringen darf. Mit diesem kann man dann auch ins Theater oder auf eine Cocktailparty gehen. All das ist in der Mitgliedschaft enthalten. Da die aktiven Spieler dafür kaum Zeit haben, nutzen die meisten Mitglieder die Annehmlichkeiten nach ihrer Karriere. Zuletzt kamen über 200 ehemalige Spieler nach Wimbledon.

Struffs nächste Herausforderung gegen Sinner

Für all das hat Struff aktuell aber keine Zeit. Am Dienstag muss der „riesige Teddybär“, wie Alexander Zverev (29) ihn liebevoll nennt, gegen Superstar Jannik Sinner (24) antreten. Struff ist krasser Außenseiter. Das weiß er, sagt aber auch: „Ich kann mit Selbstvertrauen da reingehen, traue mir was zu, sonst bringt es ja nichts, überhaupt auf den Platz zu gehen.“ In der vierten Begegnung mit der Nummer 1 der Welt will er den ersten Sieg holen.

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