Wimbledon-Eklat: Laura Siegemund verweigert Handschlag nach Mixed-Niederlage
Wimbledon-Eklat: Siegemund verweigert Handschlag

Laura Siegemund (38) hat im Mixed-Viertelfinale von Wimbledon für einen Eklat gesorgt, als sie ihrer Gegnerin Jelena Ostapenko (29) nach der 4:6, 6:7-Niederlage den Handschlag verweigerte. Die deutsche Tennisspielerin und ihr französischer Partner Édouard Roger-Vasselin (42) unterlagen dem lettisch-salvadorianischen Duo Ostapenko und Marcelo Arévalo (35). Während Roger-Vasselin den Gegnern fair die Hand gab, ließ Siegemund Ostapenko abrupt stehen und verließ den Platz.

Auslöser: Zeitstrafe im Tiebreak

Der Konflikt eskalierte, nachdem Siegemund im entscheidenden Tiebreak eine zweite Verwarnung wegen Zeitspiels erhalten hatte. Diese führte dazu, dass ihr erster Aufschlag gestrichen wurde und sie mit einem zweiten Aufschlag beginnen musste, den sie verschlug – ein Doppelfehler, der das Match beendete. Siegemund warf dem Stuhlrichter daraufhin mangelndes Fingerspitzengefühl vor: „Das hast du nur bei den richtigen Spielern“, sagte sie süffisant. Sie argumentierte, dass Ostapenko selbst den Ball vor dem Aufschlag oft 18-mal aufklopfe und sich Zeit lasse.

Ostapenko kontert: „Lerne zu verlieren!“

Ostapenko, die die Diskussion lachend verfolgte, mischte sich ein und konfrontierte Roger-Vasselin. „Endlich hat mal jemand den Mut, das so zu entscheiden. Sie braucht zwei Minuten, ehe sie aufschlägt und zwischen den Aufschlägen. Das weiß jeder“, sagte die French-Open-Siegerin von 2017. Roger-Vasselin entgegnete, dass Siegemund an diesem Tag nie zu spät gewesen sei. Ostapenko widersprach: „Nein, sie war sehr oft zu spät. Schau auf die Uhr. Ja, ich tippe den Ball sehr oft auf und bin manchmal nicht in der Zeit. Dann bekomme ich eine Verwarnung und versuche, fortan schneller zu sein. Vor allem im Einzel lässt sie sich so viel Zeit.“ Roger-Vasselin betonte: „Das hier ist aber kein Einzel.“ Ostapenko fügte in Richtung Siegemund hinzu: „Du musst besser mit Niederlagen umgehen. Lerne zu verlieren!“

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Vorgeschichte: Australian-Open-Zwischenfall

Es war nicht der erste Disput zwischen den beiden Spielerinnen. Bereits bei den Australian Open hatte Ostapenko Siegemund unabsichtlich mit einem Ball am Kopf getroffen, was für Spannungen sorgte. Wimbledon wird wohl nicht das letzte Aufeinandertreffen der emotionalen Athletinnen gewesen sein.

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