Trump in Ankara: Showdown beim NATO-Gipfel mit Europäern
Trump in Ankara: Showdown beim NATO-Gipfel

Trump in Ankara: Erwartungen an NATO-Partner

US-Präsident Donald Trump (80) ist am Dienstag in der Türkei gelandet, um am NATO-Gipfel in Ankara teilzunehmen. Schon vor dem Treffen zeichnet sich ein Konflikt mit den europäischen Verbündeten ab. Die USA fordern von den europäischen NATO-Mitgliedern höhere Verteidigungsausgaben, während die Europäer einen möglichen Abzug amerikanischer Truppen fürchten.

Trump hatte bereits im Vorfeld klargemacht, dass er von den Bündnispartnern eine stärkere finanzielle Beteiligung erwartet. „Die NATO muss fair sein“, sagte er. Die Europäer hingegen befürchten, dass ein Truppenabzug die Sicherheitsarchitektur Europas gefährden könnte.

Showdown beim Gipfel: Forderungen und Ängste

Beim Gipfel in Ankara kommt es nun zum Showdown. Die USA pochen auf die Einhaltung des Zwei-Prozent-Ziels für Verteidigungsausgaben. Bislang erreichen nur wenige europäische Länder diese Marke. Trump droht mit Konsequenzen, falls die Forderungen nicht erfüllt werden. „Wir können nicht länger die Hauptlast tragen“, so der US-Präsident.

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Die Europäer wiederum setzen auf Dialog und Kompromiss. Ein Abzug der rund 70.000 US-Soldaten aus Europa wäre aus ihrer Sicht ein fatales Signal. „Wir müssen zusammenstehen“, betonte ein EU-Diplomat. Die Gespräche werden als richtungsweisend für die Zukunft des Bündnisses angesehen.

Brisante Themen auf der Agenda

Neben den Verteidigungsausgaben stehen auch die Lage in der Ukraine und die Beziehungen zu Russland auf der Tagesordnung. Trump hat sich mehrfach skeptisch zur Unterstützung Kiews geäußert. Die Europäer drängen hingegen auf ein geschlossenes Auftreten gegenüber Moskau.

Ein weiteres Thema ist der Kampf gegen den Terrorismus. Die NATO-Staaten wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Doch die Meinungsverschiedenheiten über die Finanzierung belasten die Stimmung. Der Gipfel gilt als Test für die Handlungsfähigkeit des Bündnisses.

Insgesamt nehmen 30 Staats- und Regierungschefs an dem Treffen teil. Die Verhandlungen werden voraussichtlich bis Mittwoch dauern. Beobachter rechnen mit einem harten Ringen um die künftige Ausrichtung der NATO.

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