Boxerin Maddy Mohrhardt nach Autobahn-Crash: Kampf um zwei Titel
Maddy Mohrhardt nach Crash: Kampf um zwei Titel

Nur wenige Wochen nach einem schweren Autounfall auf der Autobahn steht Deutschlands erfolgreiche Profi-Boxerin Madeleine Mohrhardt (30) wieder im Ring. Am Samstag kämpft sie beim Event „Showdown for Legacy“ der PrimeTime-Promotion in einem Doppel-Titelkampf.

Unfall mit vier Fahrzeugen: Totalschaden und Schleudertrauma

Der Unfall ereignete sich auf der Fahrt von Karlsruhe nach Wiesbaden. An einem Stauende krachte ein anderes Fahrzeug ungebremst in ihren Audi. Vier Autos wurden ineinandergeschoben, der Audi erlitt wirtschaftlichen Totalschaden. Mohrhardt, die auf dem Beifahrersitz schlief, wurde durch den Aufprall aus dem Schlaf gerissen. Ihr Freund, der am Steuer saß, rief sie noch rechtzeitig wach. „Das war ein krasser Schreckmoment“, erinnert sich die Boxerin. „Vier Sekunden vorher lag ich noch quer im Sitz. Das hat mir mal wieder gezeigt, wie schnell es gehen kann.“

Im Krankenhaus wurden Prellungen und ein Schleudertrauma diagnostiziert. Die Airbags hatten zwar Schlimmeres verhindert, aber die Verletzungen gefährdeten ihre Teilnahme am größten Kampf ihrer Karriere. „Ich habe echt gezittert, ob ich es rechtzeitig schaffe und in den Ring steigen kann“, erzählt Mohrhardt.

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Doppelter Titelkampf: IDM und WIBA Interconti-Gürtel

Am Samstag trifft die 30-Jährige im Leichtgewicht (61,2 kg) auf die Slowakin Diana Kulinova (31). Es geht um zwei Gürtel: die Internationale Deutsche Meisterschaft (BDB) und den Interconti-Titel der WIBA, eines Verbandes, der durch Boxlegende Laila Ali (48) bekannt wurde. Für Mohrhardt ist es der Höhepunkt einer schwierigen Vorbereitung.

Die studierte Sportpsychologin ließ sich jedoch nicht unterkriegen. Nach dem Motto „Nach einem Sturz sofort wieder aufsteigen“ setzte sie sich schnell wieder hinters Steuer – diesmal jedoch in einem anderen Fahrzeug. Sponsor Adnan Eliyazici aus Dortmund stellte ihr einen Dodge Challenger „Beast“ mit 492 PS zur Verfügung. „Ich mag es spritzig! Nicht nur im Ring“, lacht Mohrhardt.

Vom Pferdehof in den Boxring

Mohrhardt wuchs auf einem Pferdehof auf und gibt noch heute Reitunterricht sowie Therapiestunden. Die Erfahrung mit Pferden half ihr, den Unfall mental zu verarbeiten. „Beim Reiten sagt man ja, dass man nach einem Sturz sofort wieder aufsteigen soll“, erklärt sie. Diese Einstellung hat sie auch auf den Boxsport übertragen. Mit voller Energie und ohne Angst will sie am Samstag in den Ring steigen und ihre Gegnerin bezwingen.

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