20. Schweriner Nachtlauf: Premiere mit Schloss-Route begeistert Tausende
20. Schweriner Nachtlauf: Schloss-Route begeistert Tausende

Wenn eine Stadt zur Laufbühne wird, zählt das Miteinander. Beim 20. Schweriner Nachtlauf am 10. Mai 2026 führte die Route erstmals direkt um das Schloss. Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern feierte ein besonderes Jubiläum: Weit über tausend Menschen starteten an diesem Abend, die meisten mit einem Lächeln, manche mit konzentriertem Blick Richtung Startlinie.

Volles Feld, bestes Wetter: Halbmarathon startet stark

Schon kurz nach 17 Uhr rannten die Jüngsten los, winzige Schritte auf Kopfsteinpflaster, begleitet vom Jubel aufgeregter Eltern. Im Viertelstundentakt folgten Schülerinnen und Schüler, bevor die Ambitionierten übernahmen. Der Startschuss für den Halbmarathon ertönte, dahinter formierten sich Staffeln, Zehn-Kilometer-Läufer und Nordic Walker. Der Marktplatz bebte. „So ein Glück mit dem Wetter, alles läuft perfekt, wir sind ausverkauft“, sagte Veranstalter Michael Kruse. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre dies gar nicht machbar. „Das hier ist Teamarbeit, wie man sie sich wünscht“, betonte der Schweriner.

Premiere: Laufroute erstmals direkt ums Schloss

Die Strecke führte die Teilnehmenden durch die Innenstadt, über die Friedrichstraße, um den Pfaffenteich, dann Richtung Schloss. Zum ersten Mal verlief die Route direkt um das Wahrzeichen der Stadt. Wer über die Schlossbrücke lief, spürte den besonderen Moment: das Schloss im Abendlicht, die Schritte hallten auf den Steinen. Auf dem Markt jubelten Teams ihren Kolleginnen und Kollegen zu. Bei der Deutschen Post herrschte Aufbruchsstimmung. „Wir sind dieses Jahr mit drei Staffeln am Start“, sagte Annette Rickert und lachte. „Früher war’s eine, dann zwei, jetzt drei Staffelmannschaften, das ist unser kleiner Erfolg“, so Rickert. Für sie zählte weniger der Rang, mehr das Miteinander. „Und wenn’s am Ende Platz acht wird, sind wir trotzdem stolz“, betonte sie.

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Stadt jubelt: HTG feuert an, Nachtlauf seit 20 Jahren

Ein paar Meter weiter feuerte das HTG Ingenieurbüro seine Leute an. „Eine Staffel ist schon im Ziel, zwei sind noch unterwegs“, rief Anna Noa, eine Mitarbeiterin, zwischen zwei Fotos mit dem Handy. „Hier steckt so viel Freude im Laufen, das ist richtig ansteckend“, sagte die junge Frau. Der Abend schritt voran, doch die Stimmung blieb aufgeladen. Die Musik trieb, die Stimmen mischten sich im Jubel, die Energie der Sportler war spürbar. Auf der Zielgeraden sammelten sich Finisher, reichten sich Wasserbecher, klopften sich ab. Schwerin feierte Bewegung. „Zwanzig Jahre Nachtlauf und kein bisschen müde“, sagte Michael Kruse zum Schluss ins Mikrofon. „Heute geht’s um Gemeinschaft, um Freude am Sport. So kann es gern weitergehen“, fügte er hinzu. Die Menge applaudierte an der Bühne. Während über dem Schloss die Nacht endgültig anbrach, liefen auf dem Markt noch immer Menschen im Kreis der Lichter, mitten im Herzen von Schwerin.

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