Deutsche Apnoe-Meisterschaften in Chemnitz: Rekorde im Atemanhalten
Apnoe-DM in Chemnitz: Rekordjagd ohne Luft (08.03.2026)

Deutsche Meisterschaften im Apnoetauchen: Spektakuläre Leistungen in Chemnitz

Etliche Minuten ohne Luft oder auf Zeiten- und Distanzjagd mit angehaltenem Atem: Bei der Deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen in Chemnitz trafen sich am Wochenende Spezialisten dieses faszinierenden Sports. Im Sportforum der sächsischen Stadt kämpften 54 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland um Titel und Rekorde – oft mit beeindruckenden Distanzen und Zeiten unter Wasser.

Vom Weltrekord bis zur Masters-Wertung: Ein Sport für alle Generationen

Von der Weltrekordhalterin bis zur 80-jährigen Starterin: Bei der Apnoe-DM in Chemnitz zeigten Sportler aller Generationen, wie weit und wie lange sie ohne Luft auskommen. Die Deutsche Meisterschaft fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt – zum dritten Mal in Chemnitz. Nach Angaben von Markus Hinkelmann, Ressortleiter Apnoe-Wettkampfsport beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), ist Apnoe-Tauchen ein wachsender Sport. Bundesweit betreiben etwa 450 Taucher das als Wettkampfsport, mehrere Tausend sind im Breitensport aktiv.

Drei große Wettkampfkategorien mit unterschiedlichen Herausforderungen

„Wir haben eigentlich drei große Kategorien“, erklärt Markus Hinkelmann, der zugleich Mitglied im Chemnitzer Tauchverein ist, der die DM ausrichtet. Bei den Distanzstrecken versuchen die Sportler, mit Monoflosse, zwei Flossen oder ganz ohne Hilfsmittel so weit wie möglich zu tauchen. In der Disziplin „Static“ geht es darum, „so lange wie möglich einfach nur die Luft anzuhalten, ohne sich zu bewegen“. Dazu kommen „Speed-Strecken“ über 2×50, 4×50 und 8×50 Meter, bei denen es um die schnellste Zeit geht. Hier dürfen die Athleten auftauchen und atmen – jede Sekunde an der Oberfläche verlängert aber die Gesamtzeit.

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Beeindruckende Ergebnisse und deutsche Rekorde

Beim Statik-Tauchen in der Seniorenwertung wurde der Chemnitzer Lokalmatador Kay Kunack Deutscher Meister. Er blieb 6 Minuten und 25 Sekunden unter Wasser. Das Ergebnis wurde in der offenen internationalen Wertung nur vom Südafrikaner Anton Raoul de Wet getoppt (6,42 Minuten), der für den Verein DUC Hamburg antrat. Bei den Frauen gewann Kathrin Uwe vom Tauchclub Ratisbona mit 5,22 Minuten.

Beim Streckentauchen siegte Lars Müller vom Verein TC Uni Stuttgart Manatees mit 167,5 Meter. De Wet kam in der internationalen Wertung auf 200,5 Meter. Bei den Damen gewann Madeleine Klenke-Müller mit 200,5 Meter. Sie taucht wie Müller für den Stuttgarter Verein.

Der deutsche Rekord in der statischen Disziplin, bei der die Taucher nur unter Wasser bleiben müssen, wird von Heike Schwerdtner gehalten und beträgt etwa neuneinhalb Minuten Luftanhalten. Damit übertrifft sie den deutschen Männerrekord deutlich: Der liegt bei knapp unter acht Minuten.

Wachsende Szene und besondere Atmosphäre in Chemnitz

In Chemnitz hat sich aus der starken Flossenschwimm-Szene seit einigen Jahren eine Apnoe-Gruppe entwickelt, die inzwischen bundesweit zu den Leistungsträgern gehört, so der Wettkampf-Bevollmächtigte Hinkelmann. Dabei ist Apnoe offenbar nicht nur bei jungen Menschen beliebt: In der seit vier Jahren ausgetragenen Masters-Wertung treten Sportlerinnen und Sportler ab 50 Jahren gegeneinander an. Die älteste Starterin in Chemnitz ist 80 Jahre alt – ein Beweis dafür, dass dieser Sport keine Altersgrenzen kennt.

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