Asia-Judoka aus Neubrandenburg: Mit Selbstvertrauen und Demut zu den Deutschen Meisterschaften
Die Judoka von Asia Sport Neubrandenburg stehen am Wochenende vor dem Höhepunkt ihrer jungen Laufbahn. Mit einem Sextett treten sie die Reise zu den Deutschen Meisterschaften der U18 in Leipzig an, ein Ereignis, das für alle Beteiligten bereits als großer Erfolg gewertet wird.
Erfahrungssammlung im Vordergrund
Trainer Matthias Helm ist stolz auf seine Schützlinge und betont die Bedeutung dieser Teilnahme. „Für alle ist allein die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften schon ein Erfolg“, erklärt Helm. Alle Athleten gehören dem jüngsten Jahrgang an und starten vor allem, um wertvolle Erfahrungen auf höchster Ebene zu sammeln. Dieser Ansatz unterstreicht die langfristige Entwicklung der Talente.
Herren starten mit viel Selbstbewusstsein
Den Auftakt aus Neubrandenburger Sicht machen am Samstag Raphael Ruff in der Gewichtsklasse bis 46 kg und Aaron Triemer in der Klasse über 90 kg. Raphael Ruff reist mit besonderem Selbstvertrauen an, da er vor knapp zwei Wochen die Nordostdeutsche Meisterschaft gewonnen hat. Allerdings warnt Trainer Helm vor zu hohen Erwartungen: „Leipzig ist ein ganz anderes Kaliber. Die Teilnehmerfelder sind größer und bedeutend leistungsstärker.“ In Ruffs Gewichtsklasse sind beispielsweise knapp 30 Teilnehmer qualifiziert, was die Herausforderung verdeutlicht. Ähnlich verhält es sich bei Aaron Triemer, der sich ebenfalls in einem starken Feld beweisen muss.
Starke Konkurrenz für die Mädchen
Einen Tag später greifen die Mädchen von Asia Sport in den Kampf um Edelmetall ein. Das Team hat gleich vier heiße Eisen im Feuer, doch auch hier drückt Helm die Erwartungen. Die nordostdeutsche Vizemeisterin Jane Köppen in der Klasse bis 48 kg, Emilia Blank bis 52 kg und Johanna Manthey bis 63 kg sehen sich Teilnehmerfeldern von 30 oder mehr Kontrahentinnen gegenüber. Als jüngste Judoka stehen sie vor mindestens fünf bis sechs Kämpfen, was Helm als „eine Mammutaufgabe“ bezeichnet.
Besondere Herausforderung für Valerie Stobbe
Etwas anders gestaltet sich die Ausgangssituation für Valerie Stobbe in der Gewichtsklasse bis 40 kg. Hier sind nur neun Judoka gemeldet, was auf den ersten Blick günstiger erscheinen mag. Doch Trainer Helm weist darauf hin: „Zwar sind es insgesamt weniger Starterinnen in Valeries Gewichtsklasse, doch die Hürden auf dem Weg zu einer vorderen Platzierung sind ebenso hoch.“ Dies zeigt, dass die Qualität der Konkurrenz unabhängig von der Teilnehmerzahl eine entscheidende Rolle spielt.
Insgesamt reisen die Asia-Judoka mit einer Mischung aus Selbstvertrauen und Demut nach Leipzig. Während einzelne Athleten wie Raphael Ruff von jüngsten Erfolgen profitieren, steht für alle die Erfahrungssammlung im Mittelpunkt. Trainer Matthias Helm begleitet seine Schützlinge mit Stolz und realistischen Erwartungen in diesen wichtigen Wettkampf.



