Templiner Stadion: Kunstrasenplätze für Fußball und Tennis kurz vor Fertigstellung
Im Stadion Templin stehen die neuen Kunstrasenplätze für Fußballer und Tennisspieler kurz vor der Übergabe. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten bis Ende April abgeschlossen sein, wie Bauleiter David Mauritz von der ausführenden Firma Weitzel mitteilte.
Letzte Schritte bis zur Fertigstellung
Der Kunstrasen auf dem Fußballplatz ist bereits verlegt, doch der Platz bleibt vorerst eine Baustelle. „Die letzten Teile der Ballfanganlage fehlen, ein Teil der Ausstattung muss noch ergänzt werden“, erläutert Mauritz. Besonders wichtig sei der Anschluss der Blitzschutzanlagen, die zu einer so großen Anlage auf einem freien Platz gehören. Erst danach könnten die Fußballer auf den Platz gelassen werden. Auch die Umrandung berge derzeit noch Stolperfallen, sodass Sicherheit vorgehe.
Marcus Thiedig vom Bauamt der Stadt ergänzte, dass die benachbarten Spielflächen im Stadion bereits wieder freigegeben wurden, um die Fußballer nicht auszubremsen. Derweil gießen die Mitarbeiter der Firma Weitzel die restlichen Fundamente für die Pfähle der Ballfanganlage auf dem Fußballplatz und für den im Bau befindlichen Tennisplatz.
Baufortschritt und Zeitplan
Nach zwei Lagen Schotter soll in der 15. Kalenderwoche, wenn alles wettertechnisch klappt, die elastische Tragschicht aufgebracht werden. Darauf komme dann der Kunstrasen, so der Bauleiter. Selbstverständlich sei an beiden Plätzen auch eine Drainage verbaut. „Derzeit gehen wir davon aus, die Arbeiten Ende April abzuschließen und die Plätze dann übergeben zu können“, kündigte Mauritz an.
Zu den Arbeiten, die bis dahin erledigt sein sollen, gehört die Pflasterung des Weges bis zur Stadionzufahrt, damit die Sportler trockenen Fußes zu ihren Plätzen gelangen. Der Winter hatte die Bauleute gezwungen, die Arbeiten acht Wochen ruhen zu lassen. Dennoch seien sie mit ihrem Fertigstellungstermin nur vier Wochen im Verzug, zeigte sich Thiedig zufrieden. Die Bauleute hätten zuvor vier Wochen Vorsprung herausgeholt.
Pflege und Wartung der Kunstrasenplätze
Der Sportanlagenbauer hat für die Dauer der Gewährleistung einen Pflege- und Wartungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen. Denn auch ein Kunstrasen benötige Pflege, wenn er lange halten soll. Dazu gehöre, die Besandung gerade zu striegeln. Ein spezielles Pflegegerät könne in einem Arbeitsgang den Sand herausnehmen, reinigen und wieder eintragen. Ebenso sei regelmäßig Laub zu entfernen, um zu verhindern, dass der Kunstrasenplatz Moos ansetze, das die Wasserdurchlässigkeit und -ableitung behindere.
Fördermittel und unerwartete Kosten
Womit die Stadt nicht gerechnet hatte: Auf dem Platz war nach Kriegsende kontaminierter Kriegsschutt gelagert worden. Deshalb hatten die Stadtverordneten 2025 einen Nachtrag von 250.000 Euro beschlossen. Damit mussten Gesamtkosten von über zwei Millionen Euro für das Projekt im Haushalt eingeplant werden. Nicht alles muss die Stadt aus eigener Tasche bezahlen. Fördermittel in Höhe von 933.000 Euro gebe es aus dem Programm „Lebendige Zentren“.
Engagement der Vereine
Der Tennisplatz werde wie gehabt an den Tennisclub Rot-Weiß e.V. verpachtet. Touristen können sich für die Nutzung einen Schlüssel im Seehotel holen, klärt Thiedig auf. Der Zugang zu Tennisplatz und Beachvolleyballhalle werde über ein eigenes Tor am hinteren Ende der Jahnstraße ermöglicht. Diesen Bau realisiere der SV Fortuna 96 e.V. in Eigenregie. Der Verein hofft, ihn trotz Verzögerungen im Sommer 2026 fertigstellen zu können, wie auf seiner Webseite zu lesen ist.



