Eisbaderinnen aus Templin laden nach Winter-Durchhalteparade zum Frühlings-Anbaden ein
Templiner Eisbaderinnen laden nach Winter zum Anbaden ein

Durchhaltevermögen belohnt: Templiner Eisbaderinnen feiern Frühlingsbeginn

Der lang ersehnte Frühlingsanfang mit seinen wärmenden Sonnenstrahlen beschert den drei Eisbaderinnen aus Templin endlich Erleichterung. Doreen Dinse, Anneliese Strauch und Simone Gantzke müssen sich nicht länger mit Knüppeln und Hacken den Weg durch das Eis freischlagen, um ihrer täglichen Leidenschaft zu frönen. Das Eis im Uferbereich des Stadtsees an der Templiner Schinderkuhle ist mittlerweile so weit getaut, dass die Frauen unbehelligt zu ihrem regelmäßigen Badevergnügen gelangen können – stets in ihrer Mittagspause.

Ein ganzer Winter im Zeichen der Abhärtung

„Wir haben den gesamten Winter über durchgehalten“, berichteten die robusten Damen voller Stolz gegenüber dem Nordkurier, nur zwei Tage nach dem internationalen Frauentag. Ihr Geheimnis: Täglich klopften sie sich in ihrer Mittagspause den Weg frei und stiegen unerschrocken ins kalte Nass. Durch diese beharrliche Routine bildete sich in dem außergewöhnlich frostigen Winter an ihrem bevorzugten Badepfad keine geschlossene, zentimeterdicke Eisschicht heraus. So stand ihrem Abhärtungsritual am Templiner Stadtsee auch während der kältesten Monate nichts im Wege.

Die drei Frauen praktizieren das Eisbaden nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz, sondern schätzen vor allem die gesundheitsfördernden Effekte. Noch ist das Wasser für ausgiebiges Schwimmen zu kalt, daher stehen die Eisbaderinnen momentan entspannt im Wasser, um die wohltuenden Wirkungen zu genießen. Zum Schutz vor der extremen Kälte tragen sie spezielle Handschuhe und Füßlinge aus Neopren.

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Wissenschaftlich belegte Vorteile des Eisbadens

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, erfährt schnell, wie wertvoll das Hobby der Templinerinnen für den Organismus ist. Der Stoffwechsel und die Energieproduktion in den Blutgefäßen sowie in den Mitochondrien – den Kraftwerken unserer Zellen – werden nachweislich angekurbelt und optimiert. Zusätzlich regenerieren sich die Muskeln deutlich schneller, und entzündliche Prozesse im Körper werden effektiv reduziert. Diese positiven Effekte machen das Eisbaden zu einer beliebten Methode der Gesundheitsvorsorge und Stärkung des Immunsystems.

Einladung zum inoffiziellen Anbaden am 19. April

Mit den steigenden Temperaturen hoffen die drei Frauen, dass bald auch andere Badefreunde wieder zu ihnen an den Stadtsee stoßen. „Noch ist es zu kalt, um zu schwimmen“, erklärt Simone Gantzke mit einem Lächeln. Doch die Vorfreude auf die wärmeren Tage ist groß. Am Sonntag, dem 19. April, kurz vor 13 Uhr, werden die Eisbaderinnen ihr traditionelles, inoffizielles Anbaden zelebrieren und heißen dazu alle mutigen Wasserratten herzlich willkommen.

Es handelt sich ausdrücklich um keine offizielle Veranstaltung mit Rettungsschwimmern oder organisatorischem Rahmen. Jeder Teilnehmer badet auf eigene Gefahr und Verantwortung. Ein besonderes Highlight wird jedoch wieder die beliebte Quietsche-Ente sein, die die Damen als symbolischen Gast zum Anbaden 2026 im Gepäck haben werden. Diese fröhliche Tradition unterstreicht den geselligen und freudvollen Charakter des Treffens.

Die Templiner Eisbaderinnen stehen beispielhaft für Willensstärke, Gemeinschaftssinn und die Liebe zur Natur. Ihr Durchhaltevermögen durch einen ganzen Winter und ihre Einladung zum gemeinsamen Frühlingsanbaden machen sie zu wahren Vorbildern in der Uckermark.

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