Deutsche Kanuten triumphieren bei der EM in Portugal
Das deutsche Kanu-Team hat am zweiten Wettkampftag der Europameisterschaft in Portugal drei Goldmedaillen gewonnen. Über die 500-Meter-Distanz setzte sich die Berlinerin Pauline Jagsch im Kajak-Einer mit 0,84 Sekunden Vorsprung gegen die polnische Weltmeisterin Anna Pulawska durch. Im Zweier legte sie gemeinsam mit Paulina Paszek nach und besiegte erneut die Polinnen. Auch die Paris-Olympiasieger Jacob Schopf und Max Lemke waren erfolgreich: Sie verwiesen die Ungarn mit fast einer Sekunde Vorsprung auf Platz zwei und verteidigten ihren Titel.
Knappe Entscheidungen im Vierer und Einer
Zuvor hatte der Kajak-Vierer den Titel nur um 0,13 Sekunden hauchdünn verpasst. In der Besetzung Max Rendschmidt, Lemke, Schopf und Tom Liebscher-Lucz musste sich das deutsche Paradeboot über die 500-Meter-Distanz den Ungarn geschlagen geben und landete zeitgleich mit den Spaniern auf Platz zwei. „Wir haben noch ein, zwei Dinge, die wir verbessern können in den nächsten zehn Wochen bis zur WM“, sagte der Dresdner Liebscher-Lucz. Der Frauen-Vierer mit der Crew Paszek, Nele Reinwardt, Jagsch und Finja Hermanussen belegte Rang vier.
Nur minimalen Rückstand auf Gold hatte der drittplatzierte Schopf im Kajak-Einer über die 500 Meter. Ihm fehlten lediglich 0,375 Sekunden hinter dem Polen Alex Borucki für EM-Gold. „Wir fahren diese EM voll aus dem Training heraus, sind aber dennoch weiter Teil der Weltspitze“, sagte Cheftrainer Arndt Hanisch. Die EM dient den deutschen Kanuten als Zwischenstation auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, die in zehn Wochen stattfindet.



