Eintracht Frankfurt hat Niko Ilicevic (15) trotz internationaler Angebote langfristig an sich gebunden. Der Sportvorstand Markus Krösche (45) gewährt nun Einblicke in den Masterplan, mit dem die Hessen das Wunderkind überzeugt haben. Das Ziel: den Teenager behutsam an die Bundesliga heranführen.
Warum sich Ilicevic für Frankfurt entschied
Der 15-jährige Mittelfeldspieler galt als eines der begehrtesten Talente Europas. Zahlreiche Top-Klubs aus dem In- und Ausland buhlten um ihn. Doch Ilicevic entschied sich für einen Verbleib bei der Eintracht. „Wir haben ihm einen klaren Entwicklungsplan aufgezeigt, der auf seine individuellen Stärken zugeschnitten ist“, erklärte Krösche. Die Perspektive, frühzeitig Spielpraxis im Profibereich zu sammeln, sei ein entscheidender Faktor gewesen.
Der Fahrplan für die Bundesliga
Krösche verriet, dass Ilicevic zunächst weiterhin in der U19 der Eintracht spielen soll, um sich ohne Druck zu entwickeln. „Er wird aber regelmäßig am Training der Profis teilnehmen, um sich an das Niveau zu gewöhnen“, so der Sportboss. Ein Debüt in der Bundesliga sei für die Saison 2027/28 geplant, wenn Ilicevic 17 Jahre alt ist. „Wir wollen ihn nicht überstürzen, aber auch nicht bremsen. Der Zeitpunkt muss passen.“
Konkrete Zahlen und Fakten
Ilicevic hat in der laufenden U19-Saison in 12 Spielen 8 Tore erzielt und 5 Vorlagen gegeben. Laut Krösche hat der Teenager „außergewöhnliche Fähigkeiten im Spielaufbau und eine hohe Spielintelligenz“. Die Eintracht plant, ihn langfristig als zentralen Mittelfeldspieler aufzubauen. „Er hat das Potenzial, ein Führungsspieler zu werden“, betonte Krösche.
Die Konkurrenz schläft nicht
Trotz der Zusage bleibt die Eintracht wachsam. „Es ist kein Geheimnis, dass andere Klubs weiterhin Interesse haben. Aber wir sind zuversichtlich, dass Niko den eingeschlagenen Weg fortsetzt“, so Krösche. Der Vertrag des Talents läuft bis 2029, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. „Das gibt uns Planungssicherheit.“
Auswirkungen auf den Kader
Mit der Bindung Ilicevics sendet die Eintracht ein Signal: Der Verein setzt verstärkt auf die Jugendarbeit. „Wir wollen Talente nicht nur ausbilden, sondern sie auch an die erste Mannschaft heranführen“, erklärte Krösche. Dies sei ein wichtiger Schritt, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Ob Ilicevic bereits in der kommenden Saison erste Einsätze im Profikader erhält, ließ Krösche offen: „Das hängt von seiner Entwicklung ab.“



