Carles Martínez, der neue Cheftrainer von Bayer Leverkusen, soll den 32 Millionen Euro teuren Neuzugang Eliesse Ben Seghir wieder in Schwung bringen. Der 21-jährige marokkanische Nationalspieler war im Sommer 2025 vom AS Monaco nach Leverkusen gewechselt, konnte aber unter dem Vorgänger Kasper Hjulmand nicht überzeugen.
Schwierige erste Saison für Ben Seghir
Ben Seghir kam mit hohen Erwartungen nach Leverkusen, doch eine schwere Sprunggelenksverletzung am Tag vor dem Finale des Afrika-Cups warf ihn zurück. In der Rückrunde absolvierte er nur drei Kurzeinsätze in der Bundesliga. Die Ablösesumme von 32 Millionen Euro hat sich bislang nicht ausgezahlt. Ex-Trainer Hjulmand konnte mit dem Tempo-Dribbler wenig anfangen.
Martínez kennt Ben Seghir aus Frankreich
Der neue Chefcoach Martínez, der zuvor Toulouse trainierte, kennt Ben Seghir aus vier direkten Duellen in der Ligue 1. Sport-Boss Simon Rolfes betonte bei der Präsentation des Spaniers am 5. Juni: „Er hatte in Toulouse eine sehr internationale Mannschaft, die bei uns ja auch vorhanden ist – und Carles besitzt natürlich das Gespür für Spieler aus Frankreich. Ich glaube, dass diese Punkte sehr gut passen.“
Rolfes ließ im SPORT BILD-Interview durchblicken, dass Martínez sich über Ben Seghirs Reservistenrolle wunderte: „Carles Martínez kennt Eliesse. Er hat mich direkt gefragt: ‚Wieso hat er bei euch nicht gespielt?‘ Wenn Carles mit Toulouse gegen Monaco spielte, hat er sein Team besonders auf zwei Schlüsselspieler vorbereitet – Maghnes Akliouche und Eliesse.“
Hoffnung auf Durchbruch in der zweiten Saison
Um im zweiten Bayer-Jahr endlich durchzustarten, arbeitet Ben Seghir im Urlaub mit einem Personaltrainer. Am 13. Juli wird er zur Vorbereitung in Leverkusen zurückerwartet. Die Bayer-Bosse sind weiterhin von seinen Qualitäten überzeugt. Rolfes erklärte: „Unsere Hoffnung ist, dass Eliesse in dieser Saison einen großen Schritt macht, wenn er die richtigen Schlüsse aus dem ersten Jahr zieht, das für ihn nicht einfach war.“
Martínez soll nun das 32-Millionen-Problem lösen und Ben Seghir wieder zu alter Stärke führen. Der Marokkaner hat 20 A-Länderspiele absolviert und gilt als großes Talent. Mit dem Trainerwechsel verbindet er große Hoffnungen.



