VW-Boss Blume droht Absteiger Wolfsburg mit drastischen Kürzungen
VW-Boss Blume droht Absteiger Wolfsburg

VW-Boss Blume droht Absteiger Wolfsburg

Der Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg wird nicht nur sportliche Konsequenzen haben. Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume (58) kündigte auf dem Wirtschaftsempfang auf dem Rittergut im Wolfsburger Ortsteil Nordsteimke weitreichende Veränderungen an. Bislang flossen pro Saison 80 Millionen Euro vom Autobauer in den Verein. Diese Summe soll künftig auf etwa 55 Millionen Euro gesenkt werden. Das Geld wird jedoch nicht mehr ausschließlich in die Profi-Mannschaft der Männer investiert, sondern auch in die Jugend, die Infrastruktur und die Frauenmannschaft. Der VfL ist eine hundertprozentige Tochter der Volkswagen AG.

„Wir werden jeden Stein umdrehen“

Blume ließ keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Lage: „Wir werden jeden Stein umdrehen. Wir werden vieles infrage stellen, was sich in den letzten Jahren eingeschliffen hat“, zitierte die WAZ den Top-Manager. Gleichzeitig betonte er die anhaltende Verbundenheit des Konzerns mit dem Klub: „Der Volkswagen-Konzern steht zum VfL, weil er eine ganz große Bindungskraft für die Menschen hier in der Stadt und der Region hat. Der VfL gehört einfach dazu, um Wolfsburg weiterzuentwickeln.“

Zweitliga-Etat von 55 Millionen Euro

Trotz der drastischen Kürzung steht dem Absteiger für den Aufbau einer Zweitliga-Mannschaft ausreichend Budget zur Verfügung. Von den 55 Millionen Euro Gesamtetat fließen rund 40 Millionen in die Männer-Mannschaft. „Man kann so einen Schlag auch dafür nutzen, um sich zu erneuern und zu sanieren“, erklärte Blume mit Blick auf den Abstieg. Zum Vergleich: Hannover 96, in der vergangenen Saison als Tabellenvierter knapp am Aufstieg gescheitert, plant für die kommende Spielzeit mit einem Etat von lediglich 13 Millionen Euro.

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Trainer Tobias Strobl als Signal für Neuanfang

Die Verpflichtung des vergleichsweise unerfahrenen Trainers Tobias Strobl (38) vom Drittligisten SC Verl für die Mission Wiederaufstieg habe Blume zwar überrascht. Dennoch steht der Aufsichtsrat geschlossen hinter dieser Personalie: „Wir stehen voll und ganz dahinter und wir sehen es als Signal für einen Neuanfang.“

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