Werder Bremen: Sorgfalt vor Tempo nach Tribünenteileinsturz
Werder setzt nach Tribüneneinsturz auf Sorgfalt

Nach dem Teileinsturz einer Tribüne im Weserstadion setzt Fußball-Bundesligist Werder Bremen beim Wiederaufbau auf Sicherheit statt auf Schnelligkeit. „Es gilt einfach: Sorgfalt vor Zeit. Das Ganze muss wieder vernünftig und baulich richtig behoben werden, damit alle Besucher, die danach kommen, sich keine Gedanken machen müssen, ob sie auf einer unsicheren Tribüne sitzen“, erklärte Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Bremer Weser-Stadion GmbH, in einer Medienrunde. „Das hat Priorität eins.“

Kein Zeitplan für die Wiedereröffnung

Einen konkreten Zeitplan, wann die Tribüne wieder freigegeben wird, gibt es bislang nicht. Dies herauszufinden, sei „im Moment unsere Hauptaufgabe“, sagte Otto wenige Stunden nach dem Teileinsturz. „Wir stehen zwei Monate vor dem Saisonstart. Die Frage ist: Wie schnell kriegen wir das Ganze wieder hin?“

Liga-Auftakt nicht gefährdet

Das erste Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig (4. bis 6. September) ist nicht gefährdet. Dies gilt auch für das Testspiel gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre am 15. August (14.30 Uhr) sowie eine Woche später am 22. August (15.30 Uhr) in der ersten DFB-Pokalrunde zwischen dem Bremer Cupsieger SV Hemelingen und Zweitligist Hannover 96. Ob die teilweise eingestürzte Tribüne im Oberrang Block 53 zwischen der Ost- und Südtribüne dann freigegeben werden kann, ist ungewiss. „Wir sind noch in dem Prozess, aber wir sind im Moment doch relativ zuversichtlich, dass es nur diesen kleinen Bereich betrifft“, sagte Otto.

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Keine Kosten für Werder Bremen

Keine Angaben konnte die Bremer Weser-Stadion GmbH über mögliche Kosten durch den Einsturz machen. Werder Bremen muss die Ausgaben nicht tragen. Der Club ist nicht für die Bauarbeiten verantwortlich, sondern die Betreibergesellschaft. Im Rahmen von Umbaumaßnahmen in einem Teil des VIP-Bereiches, bei dem Fensterscheiben entfernt werden sollten, wurde am Mittwoch unbeabsichtigt eine tragende Säule beschädigt. Dadurch kam es zu einem Teileinsturz.

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