Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) investiert künftig 100.000 Euro pro Jahr in das Frauen-Eishockey. Diese Summe soll an aktuelle und potenzielle Erstligaclubs verteilt werden. Die genauen Verteilungskriterien werden derzeit noch ausgearbeitet, wie der DEB am Freitag mitteilte.
Stärkung der Ligastruktur
DEB-Vorstandschef Frank Lutz betonte die Bedeutung dieser Investition: „Wir sind überzeugt, dass eine starke Ligastruktur die Grundlage für das Wachstum des Frauen-Eishockeys in Deutschland ist.“ Die Förderung zielt darauf ab, die Bedingungen für Spielerinnen zu verbessern und den Sport professioneller zu gestalten.
Hintergrund: Kritik an den Bedingungen
Erst kürzlich hatten mehrere Nationalspielerinnen bei den Olympischen Winterspielen die schwierigen Bedingungen im deutschen Frauen-Eishockey beklagt. In der ersten Liga sind derzeit nur vier deutsche und ein ungarischer Club aktiv. Viele Spielerinnen sind gezwungen, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten, um ihren Sport unter professionellen Rahmenbedingungen ausüben zu können.
Mit der neuen finanziellen Unterstützung des DEB sollen die Clubs in die Lage versetzt werden, bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen zu schaffen. Die Hoffnung ist, dass dadurch langfristig mehr Spielerinnen den Weg in die höchste Spielklasse finden und die Liga attraktiver wird.



