Olympia-Eishockey: DEB-Team trotz Niederlage gegen USA dank Dänemark im Viertelfinal-Rennen
DEB-Team dank Dänemark im Olympia-Viertelfinale

Glück im Unglück für deutsches Eishockey-Team bei Olympia

Trotz einer deutlichen 1:5-Niederlage gegen die US-Stars bleibt das deutsche Eishockey-Olympiateam im Medaillenrennen. Dank eines 4:2-Sieges Dänemarks gegen Lettland wurde Deutschland in der Vorrundengruppe Zweiter hinter Weltmeister USA und vermied so einen stärkeren Gegner in der K.o.-Runde.

Vorrundenpleite ohne Konsequenzen

Vor 11.497 Zuschauern in der Santagiulia-Eishalle in Mailand, darunter Tennis-Ikone Boris Becker und ausgeschiedene Frauen-Nationalspielerinnen, unterlag das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) dem Mitfavoriten auf Gold mit 1:5 (0:1, 0:2, 1:2). Tim Stützle von den Ottawa Senators erzielte in der 52. Minute den Ehrentreffer, sein viertes Turniertor. Für die USA trafen Zach Werenski (20.), Auston Matthews (24./47.), Brock Faber (38.) und Tage Thompson (42.).

Bundestrainer Harold Kreis hatte personelle Veränderungen vorgenommen: Parker Tuomie von den Kölner Haien debütierte für Wojciech Stachowiak, und Torhüter Philipp Grubauer wurde durch Maximilian Franzreb von den Adlern Mannheim ersetzt. Franzreb zeigte starke Paraden, konnte aber mehrere Gewaltschüsse nicht abwehren.

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Dänemark ermöglicht Gruppenzweiten-Platz

Entscheidend war das parallele Spiel: Dänemarks 4:2-Sieg gegen Lettland sicherte Deutschland den zweiten Gruppenrang. Bereits nach 16 Spielminuten gegen die USA stand dieser fest, da Deutschland den direkten Vergleich gegen Dänemark gewonnen hatte. Somit blieb auch die bittere 3:4-Niederlage gegen Lettland am Samstag ohne ernste Folgen.

Leon Draisaitl, den der US-Kapitän als „Übermannschaft“ bezeichnet hatte, blieb diesmal wirkungslos. Verteidiger Kai Wissmann kassierte eine unnötige Strafe, die zum 2:0 führte. Kritik gab es am dritten Gegentor, als Jack Eichel Franzrebs Fanghand behinderte, ohne dass Kreis den Videobeweis forderte.

Frankreich als nächste Hürde

Am Dienstag trifft Deutschland in der Viertelfinal-Qualifikation auf Außenseiter Frankreich. Ein Sieg ist Pflicht, um am Mittwoch im Viertelfinale gegen die Slowakei antreten zu können. Diese Aufgabe gilt als machbar, sodass trotz der Enttäuschungen am Wochenende eine Medaille wie 1976 (Bronze) oder 2018 (Silber) möglich bleibt.

Die Auswahl von Bundestrainer Kreis profitiert von der günstigen Ausgangslage und muss nun gegen Frankreich die Chance nutzen, um ins Medaillenrennen einzugreifen.

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