DEL-Abstieg besiegelt: Dresdner Eislöwen nach verheerender Saison am Boden
DEL-Abstieg: Dresdner Eislöwen am Ende - Frust ist groß

DEL-Abstieg besiegelt: Dresdner Eislöwen nach verheerender Saison am Boden

Die Enttäuschung ist riesengroß bei den Dresdner Eislöwen. Bereits sieben Spiele vor dem Ende der Hauptrunde steht der sportliche Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unwiderruflich fest. Nach einer 2:7-Niederlage bei den Kölner Haien am Mittwochabend herrscht im Dresdner Lager blanker Frust und Ernüchterung.

Kapitän und Geschäftsführer finden deutliche Worte

Kapitän Niklas Postel fasste die Stimmung nach der erneuten Niederlage schonungslos zusammen: "Das ist natürlich scheiße. Da gibt's nicht viel schönzureden in dieser Saison." Auch Geschäftsführer Maik Walsdorf ließ kein Blatt vor den Mund: "Es ist absolute Scheiße, hier zu stehen. Es ist unfassbar, wie wir teilweise hergespielt wurden."

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit nur 23 Punkten liegt der Tabellenletzte ganze 22 Zähler hinter den Löwen Frankfurt zurück. Dieser Rückstand ist bis zum Saisonfinale nicht mehr aufzuholen. Bereits in der Olympiapause hatte der Verein reagiert und vier Spieler abgegeben, darunter den bisherigen Kapitän Travis Turnbull.

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Planung läuft bereits für die DEL2

Walsdorf erklärte, dass der Klassenerhalt angesichts des riesigen Rückstands "nicht mehr realistisch" gewesen sei. Die Fehler der Saison wollte er gar nicht alle aufzählen: "Wir haben einige gemacht. Jeder trägt Teilschuld daran." Zum Vergleich: Im Vorjahr stieg die Düsseldorfer EG mit immerhin 51 Punkten ab.

Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren für die zweite Liga. "Wir haben schon im Januar die Planung auf die DEL2 ausgerichtet", so Walsdorf, "auf nichts anderes." Die Wahrscheinlichkeit, dass Dresden tatsächlich wieder in die DEL2 muss, ist sehr groß.

Komplizierte Lizenzsituation verschärft die Lage

Gleich sechs Zweitligisten haben die DEL-Lizenz für die kommende Saison beantragt, darunter die ersten vier der Tabelle:

  • Krefeld Pinguine
  • Kassel Huskies
  • Starbulls Rosenheim
  • Ravensburg Towerstars

Trainer Gerry Fleming sprach zwar noch von einer "kleinen Chance", räumte aber ein: "Man habe es nicht selbst geschafft und brauche jetzt fremde Hilfe." Dresden könnte nur erstklassig bleiben, wenn ein nicht aufstiegsberechtigter Klub wie etwa der Tabellenfünfte Bietigheim Steelers Zweitligameister würde.

Die verbleibenden sieben Spiele der Saison haben für die Dresdner damit nur noch statistischen Wert. Nach dem Traum vom DEL-Dauerbrenner folgt nun die harte Realität des Abstiegs und der notwendigen Neuaufstellung für die kommende Spielzeit.

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