Playoff-Klatsche für Titelverteidiger Berlin
Die Eisbären Berlin haben den denkbar schlechtesten Start in die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga hingelegt. Im ersten Viertelfinalspiel der Best-of-seven-Serie unterlag der amtierende Meister bei den Straubing Tigers mit 1:5 (0:3, 0:1, 1:1) und zeigte sich von Beginn an überfordert.
Straubings Blitzstart entscheidet das Spiel
Bereits nach 117 Sekunden lag das Spiel faktisch entschieden. Tim Fleischer erzielte in der 1. Minute den Führungstreffer, gefolgt von Tyler Madden (2.) und Tim Brunnhuber (2.), die binnen 1:13 Minuten das Berliner Abwehrbollwerk durchbrachen. Dieser frühe Dreifachschock wirkte sich nachhaltig auf die Partie aus.
Die Straubing Tigers setzten ihre Dominanz in der zweiten Periode fort, als Danjo Leonhardt in der 23. Minute zum 4:0 erhöhte. Auch nach der zweiten Drittelpause ließen die Hausherren nicht nach: Nicholas Halloran markierte in der 42. Minute das 5:0. Die Eisbären, die mit fünf Siegen in Serie noch souverän in die Playoffs eingezogen waren, fanden kaum Mittel gegen die disziplinierte Defensivarbeit der Tigers.
Einziger Lichtblick für die Hauptstädter war Liam Kirk, der als Top-Torjäger des Teams in der 55. Minute den Ehrentreffer zum 1:5-Endstand erzielte. Doch dieser späte Treffer änderte nichts mehr an der deutlichen Niederlage.
Münchens Aufholjagd kommt zu spät
Parallel zum Berliner Debakel erlebte auch der EHC Red Bull München einen enttäuschenden Playoff-Auftakt. Der viermalige Meister verlor sein erstes Heimspiel der Derby-Serie gegen den ERC Ingolstadt mit 5:6 (0:1, 2:3, 3:2) und gab damit den Heimvorteil direkt aus der Hand.
Besonders bitter für die Münchner: Nach 26 Minuten lagen sie bereits mit 0:4 im Rückstand. Zwar zeigte der EHC in der Folge kämpferische Qualitäten und kämpfte sich bis auf ein Tor heran, doch zum vollständigen Ausgleich reichte es nicht mehr. Diese Niederlage stellt die Münchner vor eine schwierige Aufgabe in der weiteren Serie.
Ausblick auf die weiteren Playoff-Spiele
Die Serien wandern nun am Freitag (19.30 Uhr) nach Berlin und Ingolstadt, wo die unterlegenen Teams versuchen werden, die Serie auszugleichen. Parallel dazu steigen die Kölner Haie am Mittwoch (19.30 Uhr) in die Playoffs ein. Als Hauptrundensieger müssen sie aufgrund der Hallenbelegung zunächst auswärts bei den Schwenninger Wild Wings antreten.
In der vierten Viertelfinalserie treffen die Adler Mannheim auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga versprechen damit weiterhin spannende Begegnungen und unerwartete Wendungen.



