Wechsel-Zoff um DEL-Stürmer: Täuschungsvorwurf nach überraschendem Vereinswechsel
DEL-Stürmer Suess: Täuschungsvorwurf nach Vereinswechsel

Wechsel-Zoff um DEL-Stürmer: Täuschungsvorwurf steht im Raum

Der überraschende Vereinswechsel von Stürmer Clinston Joseph "C.J." Suess (31) sorgt in der deutschen Eishockey-Szene für erhebliche Aufregung und wirft Fragen auf. Nachdem der Amerikaner den sportlichen DEL-Absteiger Dresdner Eislöwen nach nur sechs Monaten verlassen hatte, wurde plötzlich seine Verpflichtung durch den Zweitligisten Krefeld Pinguine öffentlich.

Familiäre Gründe oder Täuschungsmanöver?

Besonders pikant: Suess hatte bei seinem Abschied von den Dresdner Eislöwen am vergangenen Dienstag noch betont: „Mit der Geburt unserer Tochter im November hat sich mein Fokus verändert und ich muss meiner Familie in dieser Zeit Priorität einräumen.“ Nur vier Tage später schien der Stürmer diese Aussage völlig vergessen zu haben, als er in Krefeld einen langfristigen Vertrag bis 2027 mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieb.

Dresdens neuem Sportdirektor Jens Baxmann (40) gefiel dieser plötzliche Sinneswandel garantiert nicht. „Wir haben die familiäre Entscheidung von C. J. Suess respektiert. Die weitere Entwicklung war für uns nicht absehbar. Aber auch aus solchen Situationen nehmen wir wichtige Erkenntnisse für unsere weitere Arbeit mit“, antwortete der Eislöwen-Boss auf Nachfrage.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Brisante sportliche Konsequenzen

Der Wechsel ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern hat auch konkrete sportliche Auswirkungen. Fakt ist: Dresden wusste nichts davon, dass Suess zeitnah ein Angebot der Pinguine annehmen wollte. Hätten die Eislöwen von diesen Plänen gewusst, hätten sie das Arbeitspapier des Stürmers bis Saisonende wohl gar nicht aufgelöst.

Nun läuft der US-Amerikaner für ein Team auf, das mit dem Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft dafür sorgen könnte, dass die Dresdner Eislöwen endgültig ihre letzte Chance auf den Klassenverbleib in der DEL begraben müssen. Denn krallt sich eine nicht aufstiegsberechtigte Mannschaft den DEL2-Pokal, darf Dresden auch als Schlusslicht in der ersten Liga bleiben.

Widersprüchliche Aussagen und seltsame Betonungen

Nach Informationen hatte Suess den Eislöwen glaubhaft versichert, zurück in die USA gehen zu wollen. Im Nachhinein wirkt dies wie ein gezielter Täuschungsversuch. Fast verstärkt wird dieser Eindruck noch von der ungewöhnlichen Betonung in der Pressemitteilung der Krefeld Pinguine.

Dort sagte Geschäftsführer Peer Schopp: „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, C.J. Suess so kurzfristig nach seinem Abschied in Dresden, für uns zu gewinnen. Er hat große Qualitäten, die er diese Saison bisher noch nicht richtig zeigen konnte. Da wir von seinen Fähigkeiten überzeugt sind, haben wir ihn auch über die laufende Saison hinaus verpflichtet.“

Auf Instagram meldete sich Suess schließlich selbst zu Wort: „Am Mittwoch wurde mir eine unerwartete Möglichkeit präsentiert, die meiner Familie und mir Stabilität versprach. Etwas, was sich wichtig für unsere Zukunft anfühlte und auf das wir nicht verzichten konnten.“ Man muss diese Erklärung allerdings erst einmal glauben wollen.

Verwirrung um weiteren Wechsel

Fast schon verrückt erscheint die zeitgleiche Berichterstattung der „Westdeutschen Zeitung“, die einen Wechsel von Drew LeBlanc (36) von Dresden nach Krefeld meldete. Diese Information erwies sich nach Recherchen jedoch schnell als falsch und trug zusätzlich zur allgemeinen Verwirrung bei.

Der Wechsel-Zoff um C.J. Suess zeigt einmal mehr, wie emotional und komplex Vereinswechsel im Profisport sein können. Während der Stürmer nun in Krefeld eine neue sportliche Heimat gefunden hat, bleiben in Dresden viele Fragen offen und ein bitterer Nachgeschmack.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration