Deutsches Eishockey-Team verpasst Paralympics-Ziel und landet auf Rang sechs
Deutsches Eishockey-Team wird Sechster bei Paralympics

Deutsches Eishockey-Team verpasst bei Paralympics das gesteckte Ziel

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand enttäuschend abgeschnitten und ihr selbstgestecktes Ziel klar verfehlt. Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde musste sich im Spiel um Platz fünf dem Gastgeber Italien mit 2:5 geschlagen geben und beendete das Turnier somit auf dem sechsten Rang. Dies markiert einen Rückschlag nach dem Comeback der Mannschaft nach zwanzigjähriger Abwesenheit von den Paralympics.

Spannendes Duell mit bitterem Ende für Deutschland

In der stimmungsvollen Santagiulia Arena zeigte das deutsche Team zunächst eine starke Leistung. Nach einem verhaltenen Beginn scheiterte Bernhard Hering in der achten Minute nur knapp an der Latte, doch kurz darauf gelang ihm der Führungstreffer zum 1:0. Im zweiten Drittel drehte sich jedoch das Blatt: Nikko Landeros erzielte für Italien den Ausgleich, bevor ein kurioses Eigentor der Italiener Deutschland erneut in Führung brachte – dieses Tor wurde Hering gutgeschrieben.

Doch die Freude währte nur kurz: Christoph Depaoli egalisierte für Italien, und in der Schlussphase des zweiten Drittels drehten Landeros sowie Gianluigi Rosa mit zwei schnellen Toren das Spiel. Im letzten Drittel setzte Rosa mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt und besiegelte die deutsche Niederlage.

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Vorrundenprobleme setzten sich fort

Die Niederlage im Platzierungsspiel setzte eine enttäuschende Turnierbilanz fort. In der Vorrunde hatte Deutschland bereits gegen Italien nach Führung mit 1:2 verloren und insgesamt drei Niederlagen hinnehmen müssen, was das Verpassen des Halbfinals bedeutete. Der einzige Lichtblick war ein Sieg im ersten Platzierungsspiel gegen die Slowakei mit 4:3 nach Verlängerung.

Bundestrainer Peter Willmann und sein Team konnten somit nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte Deutschland den fünften Platz belegt und sich damit für die Paralympics qualifiziert. Bei der bisher einzigen Teilnahme 2006 in Turin erreichte die Mannschaft immerhin den vierten Platz – ein Ergebnis, das diesmal in weiter Ferne blieb.

Bilanz und Ausblick

Die Paralympics 2026 endeten für das deutsche Eishockey-Team mit gemischten Gefühlen. Zwar gelang mit dem Sieg gegen die Slowakei ein Achtungserfolg, doch die Niederlagen gegen starke Gegner wie Italien zeigten, dass noch Luft nach oben besteht. Die Mannschaft muss nun die Lehren aus diesem Turnier ziehen, um bei zukünftigen Wettbewerben wieder in die Spitzengruppe vorzustoßen und an die Tradition von 2006 anzuknüpfen.

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