Olympia-Enttäuschung bei Draisaitl: "Haben nicht unser Bestes gezeigt"
Die Olympischen Spiele 2026 sind gerade erst Geschichte, doch für Leon Draisaitl steht bereits die nächste Herausforderung bevor. Der deutsche Eishockey-Star kehrte enttäuscht von den Spielen zurück und muss sich nun wieder auf wichtige Partien in der National Hockey League konzentrieren.
Besondere Momente trotz sportlichem Rückschlag
Draisaitl, der nicht nur als Kapitän die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen anführte, sondern auch die Ehre hatte, bei der Eröffnungsfeier als Fahnenträger für Team Deutschland ins Stadion einzulaufen, beschrieb diesen Moment als etwas ganz Besonderes. "Vor 57.000 Zuschauern mit der Flagge einzulaufen, während die olympischen Ringe über einem schweben, das ist ein unvergesslicher Augenblick", so der 30-jährige gebürtige Kölner während einer Medienrunde der Edmonton Oilers.
Der NHL-Star betonte die Bedeutung, sein Land auf dieser weltweiten Bühne vertreten zu dürfen. "Es ist immer etwas Besonderes, sein Land auf dieser Bühne zu vertreten", erklärte Draisaitl. "Ich konnte mit einigen meiner Freunde aus Kindertagen spielen. Das passiert nicht jeden Tag, deshalb war es etwas ganz Besonderes."
Wertschätzung für andere Athleten und kritische Turnierbilanz
Insgesamt bewertete Draisaitl die Olympia-Teilnahme als "tolle Erfahrung", auch wenn er sich etwas besseren Schlaf gewünscht hätte. Besonders beeindruckt zeigte sich der Profi von den Athleten anderer Sportarten, die jahrelang für diese Momente trainieren und sonst kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten.
"Die Wertschätzung versteht sich von selbst", stellte Draisaitl fest. "Ich weiß, wie viel harte Arbeit und Herzblut ich jeden Tag in meine Arbeit stecke, und das gilt auch für die Athleten, die dort waren." Trotz des engen Zeitplans gelang es ihm, einige der anderen Sportler persönlich kennenzulernen.
Sportlich verlief das Turnier für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft jedoch nicht wie erhofft. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale zog Draisaitl eine ernüchternde Bilanz: "Ich fand nicht, dass wir gegen Ende unser Bestes gezeigt haben. Ich denke, wir hatten eine bessere Chance, am Ende ein besseres Ergebnis zu erzielen."
Wertvolle Erfahrungen für Nicht-NHL-Spieler und Fokus auf NHL-Saison
Der erfahrene NHL-Star betonte jedoch den Wert der olympischen Erfahrungen, besonders für seine Mitspieler, die nicht aus der nordamerikanischen Profiliga kommen. "Auf diesem Niveau zu spielen und zu sehen, welche Unterschiede es zwischen den Spielern in Deutschland und den vielleicht besten Spielern in der NHL gibt, ist eine großartige Erfahrung", so Draisaitl.
Nun richtet sich der Fokus wieder vollständig auf die laufende NHL-Saison. Die Edmonton Oilers stehen bereits am Freitag, dem 27. Februar 2026, vor ihrem nächsten herausfordernden Spiel gegen die Los Angeles Kings. Draisaitl machte deutlich, dass kaum noch Spiele übrig seien, die nicht von Bedeutung wären.
"Wir kennen unsere Position. Wir müssen Spiele gewinnen, Punkte sammeln, um uns einen Platz in den Playoffs sichern", erklärte der 30-Jährige. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Draisaitl und sein Team die Enttäuschung von Olympia hinter sich lassen und in der NHL erfolgreich abschließen können.



