Hoffnung in Edmonton: Draisaitl zurück im Oilers-Training
Der verletzte deutsche NHL-Star Leon Draisaitl steht kurz vor Beginn der Playoffs wieder auf dem Eis. Hinter seinem ersten Einsatz in der K.o.-Phase der National Hockey League stehen weiterhin Fragezeichen, doch die Rückkehr ins Mannschaftstraining der Edmonton Oilers weckt berechtigte Hoffnungen.
Erster Schritt auf dem Weg zum Comeback
Der deutsche Nationalspieler war zuletzt von einer nicht näher genannten Verletzung am Unterkörper außer Gefecht gesetzt. Ob der gebürtige Kölner rechtzeitig zum Start der Playoffs am Samstag fit wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. „Ich werde schauen, wie ich mich Ende der Woche fühle“, sagte Draisaitl nach dem ersten Training am Montag.
Er betonte, zunächst „bestimmte Schritte zu gehen“, bevor man über sein Comeback beim Finalisten der vergangenen beiden Jahre nachdenken könne. „Aber da bin ich noch nicht“, erklärte der 30-Jährige mit der nötigen Vorsicht. Draisaitl stand mit den Oilers in den vergangenen beiden Jahren im Finale um den prestigeträchtigen Stanley Cup und wäre für das Team in der entscheidenden Phase ein unverzichtbarer Leistungsträger.
Sofortiges Unwohlsein nach Verletzung
Draisaitl hatte sich durch den Check eines Gegenspielers während des 3:1 der Oilers gegen die Nashville Predators am 15. März verletzt und war anschließend für den Rest der regulären Saison nicht mehr für sein Team aufgelaufen. „Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte“, berichtete der Stürmer nun.
„Ich bin nicht unbedingt ein Spieler, der bei jeder Kleinigkeit gleich vom Eis geht. Aber ich hatte das Gefühl, dass es sich hier um etwas Ernsteres handelte. Man spürt es sofort, und dann habe ich eine vernünftige Entscheidung getroffen.“ Zur Behandlung war er sogar extra nach München geflogen – mit Erfolg, wie es nach dem ersten Training aussieht.
Playoff-Qualifikation bereits gesichert
Edmonton, das am Montagabend (Ortszeit) 1:2 nach Penaltyschießen gegen Tabellenführer Colorado Avalanche verlor, liegt mit 91 Punkten bei noch einer ausstehenden Partie auf dem zweiten Rang der Pacific Division. Die Oilers sind bereits sicher für die Playoffs qualifiziert und bereiten sich intensiv auf die K.o.-Phase vor.
Die letzten drei Tickets für die Playoffs sicherten sich derweil:
- Die Los Angeles Kings in der Western Conference nach einem 5:3-Sieg bei den Seattle Kraken
- Die Anaheim Ducks, die von der 2:3-Niederlage der Nashville Predators bei den San Jose Sharks profitierten
- Die Philadelphia Flyers im Osten nach einem 3:2 nach Penaltyschießen gegen die Carolina Hurricanes
Bei den Seattle Kraken gehörte Nationaltorhüter Philipp Grubauer nicht zum Aufgebot. Die Playoffs versprechen spannende Duelle und die Hoffnung der Oilers-Fans ruht maßgeblich auf der schnellen Genesung ihres deutschen Superstars.



