EHC München: Niederberger erneut verletzt - Saison wohl vorzeitig beendet
EHC München: Niederberger erneut verletzt - Saisonende

EHC München: Niederberger erneut verletzt - Saison wohl vorzeitig beendet

Der EHC Red Bull München muss sich auf die entscheidende Phase der DEL-Saison ohne seinen Stammtorhüter Mathias Niederberger einstellen. Der 33-jährige Nationaltorhüter hat sich im Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg erneut eine Adduktorenverletzung zugezogen, die ihn wohl für den Rest der Spielzeit außer Gefecht setzen wird.

Dritte Verletzung in derselben Körperregion

Es handelt sich bereits um die dritte Blessur in derselben Körpergegend binnen etwa eines Jahres. Die Diagnose fällt ernüchternd aus: Trotz sofortiger Aufnahme eines Rehaprogramms ist eine Rückkehr Niederbergers noch in dieser Saison eher unwahrscheinlich. Die Genesungszeit wird auf mehrere Wochen geschätzt, was den Torhüter bis in die Finalserie um die deutsche Meisterschaft Anfang Mai außen vor lassen würde.

Trainer Oliver David zeigte sich direkt nach dem Wolfsburg-Spiel skeptisch: "Er sagt, dass er etwas gespürt hat, und wenn er etwas gespürt hat, dann ist das nicht gut", berichtete der EHC-Coach. Kapitän Patrick Hager hatte zwar noch die Daumen gedrückt, doch die Hiobsbotschaft ließ sich nicht abwenden.

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Zeitplan ähnlich wie bei vorheriger Verletzung

Vergleicht man den Verletzungszeitplan mit der vorherigen Blessur, die sich Niederberger am 21. November in Berlin zuzog, wird das Ausmaß deutlich. Damals dauerte die Genesung vom Therapiebeginn über die Trainingsrückkehr bis zum DEL-Comeback am 18. Januar in Nürnberg etwa zwei Monate. Eine vergleichbare Zeitspanne würde Niederberger erst für Anfang Mai zurückbringen - dann müsste der EHC allerdings erst einmal durch Viertel- und Halbfinale kommen.

In dieser Saison kam der gebürtige Düsseldorfer auf lediglich 18 Spiele, in denen er neun Siege verbuchte und eine für ihn unterdurchschnittliche Fangquote von 88,78 Prozent zu verzeichnen hatte. Seine beste Phase hatte der Vizeweltmeister von 2023 zwischen Mitte Oktober und der Verletzung in Berlin, wo er an gewohnte Top-Leistungen anknüpfen konnte.

Bibeau muss Hauptlast schultern

Nun fällt die Verantwortung vollständig auf die Schultern von Ersatzmann Antoine Bibeau. Der 31-jährige Kanadier wurde bereits im Oktober nachverpflichtet - ein Schachzug, der sich angesichts der Niederbergerschen Verletzungsmisere als weitsichtig erwiesen hat. Als Backup wird der 21-jährige Simon Wolf agieren, der gegen Wolfsburg für Niederberger ins Tor rückte und eine überzeugende Leistung zeigte.

Die statistischen Werte Bibeaus gehören ligaweit zu den besten: Mit 92,8 Prozent gehaltener Schüsse und 1,84 Gegentoren im Schnitt steht er in einer Reihe mit Kölns Janne Juvonen (93,1 Prozent, 2,01 Gegentore) und Mannheims Maximilian Franzreb (92,2 Prozent, 2,07 Gegentore).

Weitere Ausfälle gegen Straubing

Neben Niederberger werden im letzten bayerischen Derby der DEL-Hauptrunde gegen die Straubing Tigers auch Veit Oswald (Unterkörper) und Allrounder Maximilian Daubner (Gesicht) verletzungsbedingt fehlen. Zumindest eine Einsatzchance besteht am Wochenende beim zuletzt angeschlagenen Kanadier Gabriel Fontaine.

Die Playoff-Hoffnungen des EHC Red Bull München liegen nun vollständig in den Händen von Antoine Bibeau, der beweisen muss, dass er die Hauptlast in der entscheidenden Saisonphase schultern kann.

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