EHC München: Viertelfinal-Ticket fix, aber Powerplay bleibt Baustelle vor Playoffs
Der EHC Red Bull München hat nach der Ligaunterbrechung für die Olympischen Winterspiele einen souveränen Neustart hingelegt und sich mit sechs Punkten aus zwei Spielen frühzeitig das Ticket für das Playoff-Viertelfinale gesichert. Die Mannschaft von Trainer Oliver David zeigte dabei geistige Frische und Energie, die sich in den Ergebnissen widerspiegelte. Das knappe 0:1 daheim gegen den Spitzenreiter Kölner Haie am Sonntag ist dabei verkraftbar, da die Qualifikation bereits feststeht.
Chancenverwertung und Special Teams als kritische Punkte
„Wir haben knapp verloren, weil wir die Chancen nicht genutzt haben. Köln hat es uns aber schwer gemacht“, analysierte Phillip Sinn nach der Niederlage. Das Spiel gegen die Haie bot die Chance auf Rang zwei in der DEL-Tabelle, doch das einzige Tor des Abends erzielte Kölns Gregor McLeod in der 35. Minute. Besonders die Überzahl- und Unterzahlformationen bleiben ein Thema für den EHC. In Augsburg war das Penalty Killing oft im Einsatz, gegen Köln zeigte sich das Powerplay auch in der Schlussphase als zu ungefährlich. „Das war lehrreich für uns, aber daran können wir arbeiten“, sagte Sinn bei Magentasport.
Personelle Entwicklungen: Comebacks und neue Talente
Auf der positiven Seite steht das Comeback von Mittelstürmer Adam Brooks, der nach einer im Januar erlittenen Blessur wieder aufs Eis zurückkehrte. Sorgen bereitet dagegen die Verletzung von Maxi Daubner, der gegen Köln eine stark blutende Blessur im Gesicht erlitt. „Man muss schauen, ob etwas mit dem Knochen ist“, erklärte EHC-Boss Christian Winkler. Noch ausfallen müssen Veit Oswald und Chris DeSousa.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Neuzugang Alberts Smits. Der 18-jährige Lette konnte zwar sein Heimdebüt gegen Köln erkrankungsbedingt nicht geben, hatte aber bereits in Augsburg mit knapp 14 Minuten Eiszeit und fünf Torschüssen überzeugt. „Hut ab vor Alberts“, schwärmte Markus Eisenschmid nach der DEL-Premiere des Youngsters und verwies auf die turbulenten Tage des Wechsels. „Dafür, dass er so ein junger Kerl ist, hat er es super gemacht“.
Olympia-Rückkehrer und die kommenden Aufgaben
Eisenschmid selbst ist gut aus der Pause zurückgekommen und traf sowohl gegen Ingolstadt als auch in Augsburg. Auch Tobias Rieder, der mit fünf Einsätzen beim Ringeturnier in Mailand bei Olympia dabei war, sammelte in den ersten beiden Spielen nach der Unterbrechung fünf Scorerpunkte. Nun konzentriert sich der EHC voll auf die Platzierung und die Ausgangsposition für die Playoffs, die am 24. oder 25. März starten. Die Special Teams werden dabei eine entscheidende Rolle spielen, um in der heißen Saisonphase erfolgreich zu sein.



