Vor entscheidendem Halbfinale: Eisbären-Routinier Noebels erklärt Berliner Aufschwung
Am Montagabend (19.30 Uhr, MagentaSport, DF 1) wollen die Eisbären Berlin in Köln den entscheidenden Schritt ins DEL-Finale machen. Nach fünf intensiven Begegnungen führt der Titelverteidiger in der Halbfinalserie mit 3:2 Siegen und benötigt nur noch einen weiteren Erfolg für den Finaleinzug. Bereits fest steht der andere Finalteilnehmer: Die Adler Mannheim setzten sich mit 4:1 in der Best-of-seven-Serie gegen München durch.
Erfahrung und Teamgeist als Erfolgsgaranten
Besonders erfahren auf Berliner Seite zeigt sich Stürmer Marcel Noebels. Der 34-jährige Routinier, der bereits vier DEL-Meistertitel gewann, war mit vier Scorerpunkten (ein Tor und drei Vorlagen) beim 5:2-Erfolg vom Freitag gegen die Kölner Haie zum „Spieler des Spiels“ gekürt worden. Noebels analysiert den Aufschwung seiner Mannschaft: „Bei den vielen Verletzungen während der Saison und in den Play-offs – durchschnittlich fünf Spieler pro Spiel – haben wir einen Weg gefunden, als Mannschaft noch enger zusammenzurücken.“
Der Nationalspieler fügt selbstbewusst hinzu: „Wer uns abgeschrieben hat, hat fahrlässig gehandelt. Wir wurden von Spiel zu Spiel besser und sind zu Recht in Führung in der Serie gegen Köln. Ich hoffe inständig, dass wir in Köln den letzten Schritt machen, um wieder einmal im Finale zu stehen.“ Für dieses Ziel benötigen die Eisbären einen Sieg aus den beiden folgenden Auswärtsspielen im Rheinland, die aufgrund der Hallenbelegung in Köln nun dort stattfinden.
Unfaires Foul und professionelle Reaktion
Die Partie am Freitag endete mit einem unschönen Nachspiel: Nach der Schlusssirene musste Noebels einen unfairen Stockschlag von Kölner Louis-Marc Aubry in die Kniekehle hinnehmen. Glücklicherweise zog sich der Eisbären-Stürmer dabei keine Verletzung zu. Der Schiedsrichter ahndete diese unsportliche Aktion lediglich mit einer Zehnminutenstrafe nach Spielende. Aubry war bereits in der Vergangenheit durch unfaire Spielweisen aufgefallen.
Noebels reagierte professionell auf den Angriff: „Ich hoffe einfach nur, dass wir das Spiel am Montag gewinnen. Das tut Köln mehr weh als alles andere. Wir wussten bereits vor der Serie, dass wir einmal auswärts gewinnen müssen. Diese Situation hatten wir schon im Viertelfinale gegen Straubing.“
Trainer Aubin gibt Zuversicht
Eisbären-Trainer Serge Aubin zeigt sich zuversichtlich vor den Auswärtsspielen: „Wir fühlen uns auswärts durchaus wohl. Es beunruhigt uns nicht, dass wir jetzt im Rheinland spielen müssen. Unser Fokus wird darauf liegen, unser volles Potenzial auszuschöpfen, unsere Torchancen konsequent zu nutzen und diszipliniert zu bleiben. Wir sind mit unserer Mission noch längst nicht fertig.“
Die Eisbären Berlin stehen damit vor einer historischen Chance: Mit einem Sieg in Köln würden sie erneut das DEL-Finale erreichen und die Möglichkeit erhalten, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Die gesamte Mannschaft zeigt sich nach den Worten von Marcel Noebels enger denn je zusammengeschweißt – eine Eigenschaft, die sich in den entscheidenden Play-off-Spielen als unschätzbar wertvoll erweisen könnte.



