Olympia-Debakel im Eishockey: Deutschland verliert überraschend gegen Lettland
Eishockey-Debakel: Deutschland verliert gegen Lettland

Olympia-Rückschlag: Deutsche Eishockey-Männer verlieren gegen Lettland

Ein herber Dämpfer für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Mailand! Das zweite Gruppenspiel endete am 14. Februar 2026 mit einer überraschenden 3:4-Niederlage (2:1, 0:1, 1:2) gegen den Außenseiter Lettland. Die direkte Qualifikation für das Viertelfinale ist für die DEB-Auswahl damit kaum noch realisierbar.

Parallelen zum Auftaktspiel gegen Dänemark

Wie bereits im ersten Spiel gegen Dänemark ging Deutschland früh in Führung. Lukas Reichel (23) traf bereits nach drei Minuten und brachte seine Mannschaft vorn. Doch ähnlich wie gegen die Dänen ließ die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis (67) anschließend nach und verlor die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Die Letten nutzten diese Schwächephase eiskalt aus. In Überzahl gelang Dans Locmelis (22) in der 16. Minute der Ausgleichstreffer. Es war das erste Mal im Turnier, dass ein deutscher Spieler – in diesem Fall Jonas Müller (30) von den Eisbären Berlin – auf der Strafbank saß.

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Deutsche Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig

Ein krasser Abwehrfehler der Balten ermöglichte Lukas Kälble (28) von den Adlern Mannheim in der 17. Minute das 2:1. Doch insgesamt zeigte die deutsche Offensive zu wenig Durchschlagskraft. Während gegen Dänemark die wenigen Chancen noch konsequent genutzt wurden, agierten die deutschen Stürmer diesmal unglücklich.

Besonders Superstar Leon Draisaitl (30), der deutsche Fahnenträger, ließ drei gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Auch von seinen NHL-Kollegen im Sturm war herzlich wenig zu sehen. Die Letten hingegen machten es als Außenseiter deutlich besser und wurden von ihren Fans mit lautstarken "Latvija"-Rufen unterstützt.

Lettland dreht das Spiel

Locmelis erzielte in der 29. Minute mit dem 2:2 das zweite Überzahl-Tor der Letten. Diesmal hatten sie sogar zwei Mann mehr auf dem Eis. Ex-IOC-Präsident Thomas Bach (72) auf der Tribüne musste im dritten Drittel mit ansehen, wie die Deutschen eine Gelegenheit nach der anderen liegen ließen.

Dagegen trafen Eduards Tralmaks (49.) und Renars Krastenbergs (52.) zum 4:2 für Lettland. Erst der Treffer von Tim Stützle (24) auf Vorlage von Draisaitl und JJ Peterka (24) zwei Minuten vor Schluss nährte noch einmal Hoffnung. Es handelte sich dabei um eine astreine NHL-Produktion.

Vergebliche Aufholjagd in der Schlussphase

Torwart Philipp Grubauer (34) hatte inzwischen sein Tor verlassen, Deutschland wollte mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch der fiel nicht mehr. Die Enttäuschung nach der Schlusssirene war perfekt und deutlich sichtbar.

Nun steht am Sonntag (21.10 Uhr) das letzte Vorrundenspiel gegen einen der beiden Top-Favoriten, die USA, an. Sollte Deutschland dieses Spiel nicht gewinnen, würde ein Qualifikationsspiel um den Einzug ins Viertelfinale warten. Die direkte Qualifikation ist nach dieser Niederlage gegen Lettland kaum noch zu schaffen.

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