Eishockey-Finale: Eisbären Berlin gegen Adler Mannheim - Routiniers gegen Titel-Sehnsucht
Eishockey-Finale: Eisbären Berlin gegen Adler Mannheim

Eishockey-Finale: Routiniers gegen Titel-Sehnsucht

Die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim stehen sich im Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegenüber. Es ist ein Duell der beiden erfolgreichsten Clubs seit Gründung der Liga im Jahr 1994. Von Freitag an kämpfen sie um die begehrte Meisterschaftstrophäe.

Berliner Erfolgsgeschichte unter Serge Aubin

Serge Aubin, der aktuelle Erfolgscoach der Eisbären Berlin, muss grinsen, wenn er auf die dritte Finalserie in Folge angesprochen wird. Tatsächlich hat es sein Team wieder geschafft: Der Titelverteidiger steht erneut im Endspiel. Zum 15. Mal in den vergangenen 28 Jahren spielen die Berliner um den Titel. Kein Team ist seit der DEL-Gründung erfolgreicher. Alle elf bisherigen Meisterschaften holten die Eisbären in dieser Zeit.

Dabei war in dieser Saison nicht zwingend mit einer erneuten Final-Teilnahme zu rechnen. Die Hauptrunde schlossen die Eisbären nach zahlreichen Verletzungssorgen nur als Sechster ab. Im Halbfinale gelang jedoch ein überzeugendes 4:2 nach Siegen gegen den souveränen Hauptrundenmeister Kölner Haie. „Diese Gruppe macht mich wirklich sehr stolz“, sagte Aubin mit authentischer Freude.

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Die ungeschlagene Playoff-Regel

Seit der Kanadier den Hauptstadtclub 2019 übernommen hat, gilt eine bemerkenswerte Regel in der DEL: Wenn die Eisbären in die Playoffs einziehen, werden sie auch Meister. Noch nie verloren die Berliner unter Aubin eine Playoff-Serie – insgesamt waren es bisher 14 Serien. Die Ausnahme bildete lediglich das Jahr 2020, als die Playoffs aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurden, sowie 2023, als die Eisbären nach zwei Titeln in Serie nicht in die Playoffs einzogen. Dennoch hielt der Club an Aubin fest – mit Erfolg: Zwei weitere Titel folgten.

„Als Eisbär ist das Ziel immer, deutscher Meister zu werden. Alles andere ist eine kleine Enttäuschung hier“, erklärte Torhüter Jonas Stettmer, der im Halbfinale gegen Köln überragte. Sturm-Routinier Marcel Noebels ergänzte: „Wir sind eine eingespielte Truppe. Wenn wir eines haben, dann ist es Selbstvertrauen in unsere Stärken.“

Mannheims Titelsehnsucht und sportlicher Aufschwung

Auch die Adler Mannheim blicken auf eine erfolgreiche DEL-Geschichte zurück. Mit sieben Titeln seit Liga-Gründung sind die Kurpfälzer das zweiterfolgreichste Team. In dieser Saison spielten sie eine ähnlich starke Hauptrunde wie die Kölner Haie und wurden Zweiter. Dennoch liegt die achte und bislang letzte Meisterschaft der Adler bereits sieben Jahre zurück. Seitdem stand das finanzstarke Team nicht mehr im Playoff-Finale.

Der Wendepunkt kam, als Dallas Eakins die volle Macht im sportlichen Bereich erhielt. Der 59-Jährige, der sowohl Trainer als auch Sportdirektor in Mannheim ist, führt das Team seitdem sportlich bergauf. „Der Charakter unserer Mannschaft ist unglaublich“, sagte Adler-Kapitän Marc Michaelis, ein gebürtiger Mannheimer. „Wir sind ein eingeschworener Haufen.“ Für ihn persönlich sei diese Finalserie das „Allergrößte“.

Historische Duelle und aktuelle Ausgangslage

Die vergangenen sieben Playoff-Duelle zwischen beiden Clubs gewannen ausnahmslos die Berliner. Dennoch zeigt sich Mannheims Trainer Eakins zuversichtlich: „Wir sind dankbar für diese Chance“, sagte er. Ob sein Team sie nutzen kann, wird sich ab Freitag zeigen, wenn das erste Spiel in Mannheim stattfindet.

Das von SAP üppig bezuschusste Team der Adler gilt als das finanzstärkste in Deutschland. Doch in den vergangenen Jahren gab es etliche Fehlschläge. Erst unter Eakins‘ Führung sind die Mannheimer wieder titelreif geworden. Nun steht das Duell der Giganten bevor: die Siegermentalität der Eisbären gegen die Titelsehnsucht der Adler.

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