Deutschlands Eishockey-Frauen erreichen Olympia-Viertelfinale mit Sieg gegen Italien
Das Frauen-Team des Deutschen Eishockey-Bunds hat sich mit einem abschließenden Vorrundensieg gegen Gastgeber Italien für das Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen qualifiziert. Die deutsche Auswahl gewann das entscheidende Spiel mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und sicherte sich damit den zweiten Platz in der Gruppe B.
Schwere Aufgabe im Viertelfinale erwartet
Am Freitag trifft das Team von Trainer Jeff MacLeod im Viertelfinale entweder auf die USA oder Kanada. Beide nordamerikanischen Teams gelten als klare Favoriten auf die Goldmedaille und stellen für die deutsche Mannschaft eine enorme Herausforderung dar. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympischen Spielen vertreten und damit bereits jetzt erfolgreich.
Spielverlauf mit glücklichen Momenten
Emily Nix erzielte in der 33. Minute den Ausgleich für Deutschland, nachdem Justine Reyes in der 21. Minute für Italien die Führung erzielt hatte. Den entscheidenden Siegtreffer markierte Laura Kluge in der 59. Minute. Beide Teams standen bereits vor dem Spiel als Viertelfinalisten fest, was sich auf die Spielqualität auswirkte.
Das Spiel war von vielen Fehlern geprägt und verlief insgesamt zerfahren. Beide Tore im Mittelabschnitt fielen eher durch glückliche Umstände: Die italienische Führung resultierte aus einem abgefälschten Schuss, während der deutsche Ausgleich durch ein Zusammenspiel mit einer italienischen Gegenspielerin zustande kam.
Statistische Schwächen deutlich sichtbar
Deutschland zeigte insbesondere im zweiten Drittel offensive Schwächen und brachte nur drei Schüsse auf das italienische Tor. Auch im Schlussdrittel nutzte die DEB-Auswahl keine der drei Überzahl-Situationen. Erst kurz vor Spielende gelang Laura Kluge von Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL nach einer feinen Einzelleistung der Siegtreffer.
Unter den rund 4000 Zuschauern in Mailand befand sich auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der in der italienischen Metropole für eine mögliche Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region wirbt. Die Viertelfinal-Teilnahme beider Teams stand bereits vor dem Spiel fest, was die besondere Dynamik des Aufeinandertreffens beeinflusste.



