Finnland feiert historischen Kantersieg bei Olympischen Winterspielen
Der Olympiasieger von Peking hat im Eishockey-Turnier der Winterspiele ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. Finnland fertigte Gastgeber Italien in der Gruppe B mit einem klaren 11:0 (3:0, 3:0, 5:0) ab und feierte damit den höchsten Sieg seit fast vier Jahrzehnten. Dieser zweistellige Erfolg markiert eine historische Leistung im olympischen Eishockey.
Slowakei triumphiert im knappen Dreiervergleich
Den Sieg in Gruppe B sicherte sich überraschend die Slowakei, die bei den letzten Spielen in Peking noch den dritten Platz belegt hatte. Obwohl die Slowaken ihr abschließendes Vorrundenspiel gegen Schweden mit 3:5 (1:1, 1:2, 1:2) verloren, entschieden sie den Dreiervergleich mit den punktgleichen Skandinaviern und Finnland für sich. Den entscheidenden Vorteil erzielte NHL-Jungstar Dalibor Dvorsky von den St. Louis Blues im Powerplay nur 39 Sekunden vor Schluss.
Historische Dimension des finnischen Erfolgs
Ein Sieg mit elf Toren Unterschied war bei Olympischen Winterspielen zuletzt vor 38 Jahren zu sehen. Bei den Spielen im kanadischen Calgary 1988 hatte Finnlands Erzrivale Schweden Frankreich mit 13:2 besiegt. Einen zweistelligen Erfolg gab es zuletzt 1994 in Lillehammer, als ebenfalls Italien gegen die Slowakei (4:10) deutlich unterlag. Die finnische Mannschaft trat dabei als einzige im Turnier ohne einen NHL-Profi an, was den Erfolg von Trainer Jukka Jalonen zusätzlich unterstreicht.
Aussichten für die Finalrunde
Finnland sicherte sich mit diesem Kantersieg den zweiten Platz in Gruppe B und hat mit sechs Punkten sowie einer Tordifferenz von +11 gute Chancen, als bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Auf Schweden als Drittplatziertem könnte in der Viertelfinal-Qualifikation ein schwieriger Gegner wie die Schweiz, Tschechien oder die deutsche Mannschaft warten. Die italienische Auswahl blieb ohne jeden Punkt und muss sich mit dem letzten Platz in der Gruppe begnügen.
Die finnische Mannschaft, die unter Trainer Jalonen 2022 in Peking die erste olympische Goldmedaille der Nation gewonnen hatte, demonstrierte erneut ihre Stärke und dürfte als ernstzunehmender Titelanwärter in die Finalrunde gehen. Die Slowakei hingegen hat mit dem Gruppensieg bewiesen, dass der Bronzerang von Peking kein Zufall war und könnte ebenfalls für Überraschungen in den kommenden Spielen sorgen.



