Kassel Huskies: Sechster Anlauf, sechstes Scheitern – Aufstiegsfluch hält an
Kassel Huskies: Sechster Anlauf, sechstes Scheitern

Es sollte einfach nicht sein! Die Kassel Huskies haben den Aufstieg in die höchste deutsche Eishockey-Liga, die DEL, erneut verpasst. Im Finale der DEL2-Playoffs unterlagen die Huskies mit 0:4 gegen die Krefeld Pinguine. Auf dem Gründungsmitglied der DEL und Vizemeister von 1997 lastet ein regelrechter Aufstiegsfluch, wie ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt.

Der lange Weg zurück

Eine Insolvenz zwang die Huskies vor 16 Jahren zum Gang in die 5. Liga. In kurzer Zeit kämpfte man sich wieder hoch in die 2. Liga, doch bis 2021 war aus Lizenzgründen kein Auf- und Abstieg in die erste Liga möglich. Als diese Regel schließlich aufgehoben wurde, begann der Fluch der Huskies.

Oft Meister, nie Aufsteiger: Der Aufstiegsfluch der Kassel Huskies

  • 2021: Die Huskies werden Meister der Hauptrunde, scheitern aber im Playoff-Finale an den Bietigheim Steelers.
  • 2022: Die Kasseler versäumen es vor Ligastart, die notwendigen Unterlagen für die DEL rechtzeitig einzureichen. Der Aufstieg ist damit vom Tisch. Am Ende landen die Huskies auf Platz 4.
  • 2023: Platz 1 in der Hauptrunde und dennoch das Halbfinal-Aus in den Playoffs gegen den EC Bad Nauheim.
  • 2024: Erneut Meister der Hauptrunde, schon wieder das Playoff-Aus. Diesmal zerstören die Eisbären Regensburg im Finale den Huskie-Traum vom deutschen Oberhaus.
  • 2025: Nach Platz 1 in der Hauptrunde ist im Playoff-Halbfinale gegen die Dresdner Eislöwen Schluss.
  • 2026: Und nun klappte es auch im sechsten Anlauf nicht. Die Huskies verlieren das Playoff-Finale gegen die Krefeld Pinguine mit 0:4.

Krimi um Aufstieg der Krefeld Pinguine

Während die Huskies Frust schieben, feiern die Krefelder den Playoff-Triumph. Ob sie aber wirklich in die DEL aufsteigen, ist noch unklar. Immer wieder gibt es Gerüchte, dass der Klub in Liga 2 bleiben möchte. Der Grund: Angeblich reicht die Kohle nicht. Jetzt sollen die Bosse und Sponsoren aber alles daran setzen, die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Ausgang ist offen. 1,4 Millionen Euro sind nötig, um die DEL-Lizenz zu bekommen. Eine Entscheidung muss bis zum 17. Mai fallen.

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Zuletzt erklärte Geschäftsführer Peer Schopp gegenüber dem WDR: „Ich würde sagen, wir sind bei einem 60:40-Szenario. Ich kann es immer noch nicht hundert Prozent versprechen. Aber wir sind auf jeden Fall auf einem sehr, sehr guten Weg.“

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