Memmingen holt Frauen-Eishockey-Meisterschaft vor fast 3000 Fans
Memmingen gewinnt Frauen-Eishockey-Meisterschaft

Memmingen triumphiert im Frauen-Eishockey vor großer Kulisse

Mit einem deutlichen 4:2-Sieg im dritten Playoff-Finalspiel der Deutschen Frauen Eishockey Liga (DFEL) hat der ECDC Memmingen die deutsche Meisterschaft im Frauen-Eishockey gewonnen. Das Team setzte sich damit in der Best-of-five-Serie mit 3:0 gegen die Eisbären Berlin durch und feierte vor einer beeindruckenden Kulisse von 2679 begeisterten Fans in der Eishalle am Hühnerberg.

Nationalspielerinnen führen Memmingen zum Titel

Die Memmingerinnen, die mit zahlreichen Nationalspielerinnen und Olympia-Teilnehmerinnen besetzt sind, dominierten die Finalserie von Beginn an. Bereits die ersten beiden Spiele in Berlin hatten sie mit 3:0 und 6:1 für sich entschieden. Nationalmannschaftskapitänin Daria Gleißner zeigte sich nach dem Titelgewinn überglücklich: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Auch bei dieser Finalserie hat sich gezeigt, dass wir hier richtig gutes Eishockey spielen und wir einfach eine starke Mannschaft sind“, sagte die erfahrene Spielerin.

Die Tore für die Titelverteidigerinnen erzielten Nara Elia in der 9. Minute, Theresa Knutson mit einem Doppelpack in der 36. und 54. Minute sowie Jule Schiefer in der 40. Spielminute. Damit sicherte sich Memmingen bereits die siebte deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.

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Zuschauerrekord nur knapp verfehlt

Interessant ist die Entwicklung der Zuschauerzahlen im Frauen-Eishockey. Mit 2679 Fans verfehlte das Finale in Memmingen den DFEL-Rekord von 2801 Zuschauerinnen und Zuschauern, den die Berlinerinnen im November 2023 in der Uber Arena aufgestellt hatten, nur um 122 Besucher. Dieser Aufwärtstrend wird maßgeblich durch den Olympia-Boom nach den Winterspielen in Mailand/Cortina getragen, bei denen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ein Millionenpublikum vor den Fernsehern begeisterte.

Allein beim Vorrundenspiel gegen Frankreich schalteten mehr als vier Millionen Zuschauer ein. Dieser gestiegene Bekanntheitsgrad spiegelt sich nun auch in den Besucherzahlen der Liga-Spiele wider und unterstreicht die wachsende Popularität des Frauen-Eishockeys in Deutschland.

Historische Bedeutung des Titels

Mit diesem Sieg fehlt dem überragenden Team aus Memmingen, das die deutsche Frauen-Eishockey-Szene in den letzten zehn Jahren maßgeblich geprägt hat, nur noch ein Titel zum Rekord der ESG Planegg. Dieser Verein hatte sich vor zwei Jahren aus der DFEL zurückgezogen, was die aktuelle Situation der Liga verdeutlicht: Derzeit spielen nur vier deutsche Klubs in der höchsten Frauenspielklasse, ergänzt durch den ungarischen Vertreter HK Budapest.

Die Meisterschaft von Memmingen ist somit nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein wichtiges Signal für die Entwicklung und Stabilität des Frauen-Eishockeys in Deutschland. Die Spielerinnen freuen sich nun auf die verdiente Meisterfeier und blicken optimistisch in die Zukunft dieser aufstrebenden Sportart.

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