Nach 16 Jahren Flucht: Olympia-Besuch führt zur Festnahme eines gesuchten Slowaken
Olympia-Besuch führt nach 16 Jahren Flucht zur Festnahme

Nach 16 Jahren auf der Flucht: Olympia-Besuch wird zum Verhängnis

Seit dem Jahr 2010 war ein 44-jähriger Mann aus der Slowakei von der italienischen Justiz gesucht worden. Der Grund: eine Serie von Diebstählen, die er in Italien begangen haben soll. Über anderthalb Jahrzehnte lang konnte er seiner Verhaftung entgehen, doch nun führte ihn ausgerechnet seine Leidenschaft für den Eishockeysport in die Fänge der Carabinieri.

Der Fan-Trip nach Mailand endet im Gefängnis

Der gesuchte Slowake reiste in die norditalienische Metropole Mailand, offenbar mit dem klaren Ziel, das Olympia-Eishockeyspiel seiner Landsleute gegen Finnland live im Stadion zu verfolgen. Die Olympischen Winterspiele 2026 lockten ihn also an den Ort, an dem er eigentlich unerkannt bleiben wollte. Als er sich jedoch in einer Unterkunft am Stadtrand von Mailand eincheckte, schlug das internationale Fahndungssystem Alarm.

Die italienischen Carabinieri rückten umgehend an und nahmen den Mann fest – noch bevor er überhaupt die Arena erreichen konnte. Statt der aufregenden Atmosphäre eines Olympia-Spiels erwartete ihn die triste Realität des Mailänder Gefängnisses San Vittore. Dort muss er eine Reststrafe von elf Monaten und sieben Tagen verbüßen, die noch aus dem Jahr 2010 gegen ihn verhängt worden war.

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Ironie des Schicksals: Finnland siegt, Landsmann sitzt

Die Ironie des Abends war kaum zu überbieten: Während die slowakische Eishockey-Nationalmannschaft auf dem Eis eine deutliche 1:4-Niederlage gegen Finnland hinnehmen musste, saß ihr Landsmann bereits hinter Gittern. Nach sechzehn Jahren auf der Flucht beendete ausgerechnet seine Liebe zum Eishockey das lange Versteckspiel. Die Carabinieri zeigten sich bei der Festnahme äußerst effizient und konnten den Gesuchten noch vor Spielbeginn in Gewahrsam nehmen.

Die Ermittler gaben an, dass der Mann offenbar davon ausgegangen war, bei den Olympischen Spielen in der internationalen Menschenmenge untertauchen zu können. Doch moderne Fahndungssysteme und die wachsamen Behörden machten seinen Plan zunichte. Für den Slowaken bedeutet dies nun, dass er die restlichen Spiele der Olympischen Winterspiele 2026 nicht mehr als Zuschauer, sondern als Häftling verfolgen wird.

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