Deutsche Para-Eishockey-Mannschaft erlebt deutliche 0:12-Niederlage bei Paralympics-Comeback
Para-Eishockey: 0:12-Pleite bei Paralympics-Comeback

Deutsche Para-Eishockey-Mannschaft startet mit deutlicher Niederlage bei Paralympics-Comeback

Die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft hat bei ihrer ersten Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen seit zwei Jahrzehnten eine klare Auftaktniederlage erlitten. In Mailand unterlag das Team von Trainer Peter Willmann in der Vorrundenbegegnung mit 0:12 (0:5, 0:3, 0:4) gegen den favorisierten Gegner aus China.

Erwartete Niederlage und unglückliche Tore

Spieler Jörg Wedde kommentierte die deutliche Pleite nach dem Spiel nüchtern: „Das Ergebnis lasse ich mal einfach so stehen wie es ist“, sagte der erfahrene Athlet. Er fügte hinzu: „Es war erwartet worden, dass China uns das eine oder andere einschenkt. Es waren ein paar komische Tore dabei – so Abpraller oder so hinten rein. Die kommen vor, da kannst du nichts gegen machen.“

Für die deutsche Mannschaft stehen nun zwei weitere schwere Vorrundenspiele an. Am Montag trifft die Auswahl auf den Goldmedaillenanwärter USA, ehe am Dienstag im letzten Vorrundenduell der Gastgeber Italien wartet.

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Qualifikation nach 20 Jahren als großer Erfolg gewertet

Für das 17-köpfige deutsche Aufgebot stellt bereits die Qualifikation für die Spiele einen bedeutenden Erfolg dar. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Buffalo (USA) hatte sich das Team mit einem überraschenden 5:2-Sieg über die Slowakei den fünften Platz und damit das begehrte Ticket für Mailand 2026 gesichert.

Trainer Peter Willmann betonte vor dem Auftaktspiel die Bedeutung dieser Leistung: „Mit der Qualifikation haben wir das Ziel schon erreicht. Wir sind hier und berühren das paralympische Eis. Alle reden immer von Medaillen, aber die legt man sich nach den Spielen in die Schublade. Was im Kopf bleibt, das sind die Erinnerungen.“

Gemischte Erfahrungen im Kader

Während zwölf Spieler ihr paralympisches Debüt feiern, bringen vier erfahrene Akteure bereits Erfahrung von der letzten Paralympics-Teilnahme 2006 in Turin mit:

  • Jörg Wedde – zuletzt Teil des deutschen Fahnenträger-Duos und mit 60 Jahren ältester deutscher Teilnehmer
  • Sven Stumpe
  • Sebastian Disveld
  • Frank Rennhack

Ein deutlicher Generationenunterschied zeigt sich beim jüngsten Spieler im Team: Der 18-jährige Jano Bußmann war noch nicht geboren, als die deutsche Mannschaft bei ihrer letzten Paralympics-Teilnahme 2006 in Italien den vierten Platz erreichte.

Die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft setzt damit nach 20 Jahren Abwesenheit ihre paralympische Tradition fort, auch wenn der Start in Mailand mit einer deutlichen Niederlage begann. Die kommenden Spiele gegen die USA und Italien werden weitere Herausforderungen für das Team darstellen.

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