Paris bewirbt sich um Eishockey-Turniere der Winterspiele 2030
Nur sechs Jahre nach den Sommerspielen in Paris könnte die französische Hauptstadt ein überraschendes Comeback feiern: Paris hat offiziell seine Bewerbung für die Ausrichtung der Eishockey-Turniere der Olympischen Winterspiele 2030 eingereicht. Hintergrund ist der wachsende Widerstand gegen die ursprünglichen Pläne, die Wettbewerbe im Fußballstadion von Nizza auszutragen.
Die Paris Entertainment Company, die zu 52 Prozent der Stadt Paris gehört, bestätigte die Bewerbung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. In ihrer Bewerbung verweisen die Betreiber auf ihre langjährige Erfahrung bei der Organisation großer Sportveranstaltungen. Geplant ist, die Eishockey-Spiele in der Accor Arena (ehemals Arena Bercy) und der Adidas Arena auszutragen. In der Accor Arena, die während der Sommerspiele 2024 Austragungsort für Basketball und Turnen war, findet regelmäßig das Finale des französischen Eishockey-Pokals statt.
Widerstand in Nizza und Alternativsuche
Der ursprüngliche Plan, Eishockey im Fußballstadion von Nizza auszutragen, stieß auf erheblichen Widerstand. Der neue Bürgermeister Eric Ciotti lehnte die Idee ab, da der Fußballklub OGC Nizza für mehrere Monate hätte umziehen müssen. Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari bestätigte am Dienstag, dass nach einer alternativen Lösung gesucht werde. Renaud Muselier, Präsident des Regionalrats der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, kündigte eine Entscheidung bis Ende der Woche an.
Eishockey wäre bereits die zweite Sportart, die die Austragungsregion in den französischen Alpen verlässt. Bereits beschlossen ist, dass der Eisschnelllauf im Ausland stattfinden wird. Als mögliche Austragungsorte gelten Heerenveen in den Niederlanden und Turin in Italien.



