Familienzuwachs beendet Deutschland-Abenteuer: C. J. Suess verlässt Dresdner Eislöwen vorzeitig
Sein Deutschland-Abenteuer bei den Dresdner Eislöwen ist nach nur einem halben Jahr bereits wieder beendet. Der US-amerikanische Stürmer Clinston Joseph, besser bekannt als C. J. Suess, hat den Eishockey-Erstligisten überraschend verlassen – und das nur einen Tag vor Ende der Olympia-Pause und etwa 36 Stunden vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Kölner Haie.
Der süße Grund für den vorzeitigen Abschied
Der 31-jährige Offensivspieler bat die Eislöwen um die vorzeitige Auflösung seines Vertrags, um gemeinsam mit seiner Frau und seinem im November geborenen Kind in seine Heimat zurückzukehren. „Mit der Geburt unserer Tochter im November hat sich mein Fokus verändert und ich muss meiner Familie in dieser Zeit Priorität einräumen“, erklärte Suess in einer persönlichen Stellungnahme.
Der Amerikaner zeigte sich dankbar für seine Zeit in Dresden: „Ich bin dankbar für die Zeit, die ich bei den Eislöwen verbringen durfte und für die Unterstützung, die ich hier erhalten habe. Ich möchte dem Club, meinen Teamkollegen und den Fans für unsere gemeinsame Zeit danken.“
Sportliche Bilanz bleibt hinter Erwartungen zurück
Obwohl Suess durchaus kämpferisch agierte, konnte er die in ihn gesetzten sportlichen Erwartungen nicht erfüllen. Als sogenannter Unterschiedsspieler verpflichtet, blieb seine Offensiv-Quote in der DEL deutlich hinter den Erwartungen zurück:
- Nur vier Tore in 31 Partien
- Lediglich fünf Torvorlagen
- Insgesamt neun Scorerpunkte
Diese Zahlen stellen für einen offensiv ausgerichteten Stürmer eine deutliche Enttäuschung dar und konnten den sportlichen Abstiegskampf der Dresdner nicht entscheidend beeinflussen.
Vierter Abgang in kürzester Zeit
Suess ist bereits der vierte Profi, der dem DEL-Aufsteiger vor Ablauf der Spielzeit den Rücken kehrt. Diese Entwicklung kommt für den Ostklub zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da am Mittwoch der Acht-Spiele-Countdown bis zum wahrscheinlichen Abstieg in die DEL2 beginnt.
Sportdirektor Jens Baxmann (40) kommentierte die Situation: „Die Situation hat sich in den vergangenen Tagen sehr kurzfristig entwickelt. C.J. hat uns mitgeteilt, dass er aus familiären Gründen in die USA zurückkehren möchte. Wir werden seine Entscheidung respektieren und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.“
Finanzielle Entlastung und sportliche Herausforderungen
Der vorzeitige Abgang von Suess bringt den Dresdner Eislöwen immerhin eine finanzielle Entlastung. Der Klub spart mehrere Monatsgehälter ein, was beim geplanten Neuaufbau in der zweiten Liga möglicherweise hilfreich sein könnte.
Auf sportlicher Ebene wird die Situation jedoch nicht einfacher. Für das wichtige Auswärtsspiel in Köln muss das Team auf den Stürmer verzichten. Immerhin gibt mit Ivan Komirist (17) ein Talent aus dem U20-Team sein DEL-Debüt. Der junge Verteidiger wird mit der Rückennummer 26 auflaufen und versuchen, die Lücke zumindest teilweise zu schließen.
Die Dresdner Eislöwen stehen damit vor einer weiteren sportlichen Herausforderung in einer bereits schwierigen Saison, während C. J. Suess sein Deutschland-Kapitel aus den besten familiären Gründen beendet.



