Olympia-Eklat im Eishockey: US-Star verhöhnt deutschen Superstar
In einer emotional aufgeladenen Partie beim olympischen Eishockey-Turnier ist es zu einem unschönen Zwischenfall gekommen. Während des deutlichen 5:1-Sieges der USA gegen Deutschland geriet der deutsche Top-Spieler Leon Draisaitl ins Visier des amerikanischen Angreifers Matthew Tkachuk.
„Always a bridesmaid, never a bride!“ – Bissige Anspielung auf Titellosigkeit
Über die auf dem Eis positionierten Mikrofone war deutlich zu vernehmen, wie Tkachuk dem 30-jährigen Draisaitl zurief: „Always a bridesmaid, never a bride!“ Die deutsche Übersetzung lautet: „Immer nur Brautjungfer, nie die Braut selbst.“
Diese spitze Bemerkung zielt direkt auf die Karriere-Bilanz des deutschen Eishockey-Asses ab. Obwohl Draisaitl seit Jahren zu den weltbesten Spielern zählt und regelmäßig um bedeutende Titel kämpft, konnte er bislang keinen großen Triumph feiern. Mit seinen Edmonton Oilers stand er in der nordamerikanischen Profiliga NHL zuletzt zweimal im Stanley-Cup-Finale – beide Male scheiterte er jedoch an den Florida Panthers.
Besondere Brisanz: Tkachuk spielt für Draisaitls Angstgegner
Die Anspielung erhält zusätzliche Schärfe durch die Tatsache, dass Matthew Tkachuk ausgerechnet für jenes Team spielt, das Draisaitl in den beiden letzten NHL-Finals bezwang. Der 28-jährige Amerikaner steht bei den Florida Panthers unter Vertrag und war somit direkt an den Niederlagen des Deutschen beteiligt.
Während des laufenden Spiels blieb Draisaitl professionell und ließ sich von der verbalen Attacke nichts anmerken. Solche Auseinandersetzungen gehören im körperbetonten Eishockey durchaus zum Alltag. Die Szene ging im Lärm der voll besetzten Olympia-Arena zunächst weitgehend unter.
Soziale Medien heizen die Debatte an
Erst nach dem Abpfiff tauchte ein Clip der verbalen Konfrontation in den sozialen Medien auf und verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit viral. Die Eishockey-Community diskutiert seither intensiv über die Angemessenheit von Tkachuks Äußerung.
Sportlich hatte der Amerikaner am Ende eindeutig die Oberhand. Nicht nur gewann er das verbale Duell, sondern auch das Spiel mit seinem Team deutlich mit 5:1 Toren. Für die deutsche Nationalmannschaft bedeutet diese Niederlage, dass sie nun in der Qualifikation für das Viertelfinale gegen Frankreich antreten muss.
Olympia-Titel für Draisaitl bleibt unwahrscheinlich
Die Hoffnungen auf den ersten großen Titel für Leon Draisaitl bei diesen Olympischen Spielen sind nach dieser deutlichen Niederlage und dem frühen Ausscheiden aus der Hauptrunde äußerst gering geworden. Der Superstar, der bei den Edmonton Oilers ein Jahresgehalt von 14 Millionen Dollar bezieht, muss weiter auf seinen lang ersehnten Triumph warten.
Die deutsche Eishockey-Gemeinde blickt nun gespannt auf das kommende Qualifikationsspiel gegen Frankreich, während die Diskussion über die Sportkultur und die Grenzen verbaler Auseinandersetzungen im Profisport weitergeht.



