Podiums-Skandal beim Monaco GP: Gasly nachträglich Dritter
Der schnellste Sport der Welt – und dann diese Zeitlupen-Entscheidung. Fünf Tage nachdem die Formel 1 in Monaco gastiert hat, gibt es einen handfesten Podiumsskandal: Pierre Gasly (30) wurde nachträglich der dritte Platz von Red Bulls Isack Hadjar (21) zugeschrieben. Das ist das Ergebnis eines Protests von Alpine.
Das französische Team hatte Einspruch gegen zwei 5-Sekunden-Strafen eingelegt, die Gasly zum Ende des Rennens für das Überschreiten des Tempolimits (60 km/h) in der Boxengasse aufgebrummt bekam. Gasly war laut Messung der Formel 1 zwar nur 0,1 km/h und 0,4 km/h zu schnell, doch Regeln sind Regeln.
Problem: Alpine konnte nachweisen, dass das nicht stimmt! Der Fehler lag bei der Rennserie selbst. Diese hatte die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrer, die innerhalb von zwei Messpunkten in der Boxengasse ermittelt wird, mit alten Werten gemessen. Durch eine überarbeitete Einfahrt in die „Pitlane“ war der Abstand zwischen den Zeitschleifen nicht mehr 26,92 Meter, sondern nur noch 26,15 – ein Unterschied von nur 77 Zentimetern!
Bitter: Vier weitere Fahrer wurden für das gleiche Vergehen mit Zeitstrafen belegt, darunter Mercedes-Pilot George Russell (28) und McLarens Oscar Piastri (25). Ihre Rennställe verzichteten aber auf einen Protest. Ein fataler Fehler. Denn hätte Mercedes Einspruch eingelegt, wäre nicht Gasly, sondern Russell Dritter – und hätte somit 15 Punkte mehr im WM-Kampf gegen Teamkollege Kimi Antonelli (19) auf dem Konto.



