Michael Stich kritisiert Serena Williams‘ Wimbledon-Comeback scharf
Stich kritisiert Williams‘ Wimbledon-Comeback

Der frühere Wimbledon-Sieger Michael Stich hat sich kritisch über das Comeback von Rekord-Grand-Slam-Siegerin Serena Williams beim Rasenklassiker in London geäußert. Die 44-jährige US-Amerikanerin kehrt nach vierjähriger Pause zurück und tritt dank einer Wildcard sowohl im Einzel als auch im Doppel an.

Stich: „Nicht den Hauch einer Chance“

„Sie hat eine unfassbare Karriere, das steht außer Frage. Aber warum muss sie zurückkommen und wieder spielen? Ich krieg's in meinen Kopf nicht rein“, sagte Stich bei einer Presserunde von Amazon Prime. Die Leistungen von Williams seien früher absolut außergewöhnlich gewesen, doch nun habe sie „nicht den Hauch einer Chance auf den Titel“ in Wimbledon, so der 57-Jährige.

Williams, die zweifache Mutter, spielte zuletzt in Berlin in der Doppel-Konkurrenz. Nun startet sie beim dritten Grand Slam des Jahres, den sie siebenmal gewann. Im Einzel wurde ihr die 20-jährige Australierin Maya Joint zugelost. Zudem ist Williams im Doppel mit ihrer Schwester Venus am Start.

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Stich: Comeback schadet anderen Spielerinnen

Die Euphorie um die Rückkehr der US-Amerikanerin kann Stich nicht nachvollziehen. Für das Damen-Tennis sei es aus seiner Sicht nicht gut. „Ich finde für die anderen Spielerinnen ist es nichts Positives, weil ihnen Aufmerksamkeit genommen wird von einer Spielerin, die outstanding ist, die aber nicht den Hauch einer Chance hat, Wimbledon zu gewinnen“, sagte Stich. Für die anderen Spielerinnen, „denen die ganze Aufmerksamkeit genommen wird, ist es doch fürchterlich“.

Rittner: Aufmerksamkeit ist positiv

Ex-Profi Barbara Rittner (52) sieht das anders. Das Comeback von Williams kreiere „so viel Aufmerksamkeit, dass auf jeden Fall alle nach Wimbledon und zum Tennis gucken. Und wenn es nur für das eine Match ist, ist es gut“, sagte die frühere Bundestrainerin.

Die Meinungen über die Rückkehr der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin gehen also auseinander. Während Stich die sportliche Sinnhaftigkeit bezweifelt, betont Rittner den positiven Effekt auf die Popularität des Tennissports.

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