Seit Juni werden auf der Strecke zwischen Leipzig und Halle schrittweise neue S-Bahnen des Typs Siemens Mireo eingesetzt. Diese Züge sind rund 140 Meter lang – und damit für mehrere Bahnsteige im Norden Halles zu lang. Konsequenz: Der hintere Zugteil bleibt auf dem Abschnitt zwischen Halle Hauptbahnhof und Halle-Trotha verschlossen. Reisende, die bis zu den nördlichen Stationen fahren möchten, müssen bereits in den vorderen Zugteil einsteigen oder am Hauptbahnhof umsteigen. Die Betreibergesellschaft Länderbahn bestätigte dies der Nachrichtenagentur dpa.
Betroffene Stationen und Umsteigekonzept
Die Einschränkung betrifft die Linien S5 und S5X. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen die neuen Züge regulär verkehren. Derzeit reichen die Bahnsteige an den Stationen Steintorbrücke, Dessauer Brücke, Zoo, Wohnstadt Nord und Trotha nicht für die 140 Meter langen Züge aus. Fahrgäste, die von Leipzig kommen und nach Halle-Trotha oder in die nördlichen Stadtteile wollen, müssen am Hauptbahnhof Halle aus dem hinteren in den vorderen Zugteil umsteigen.
Bahnsteigverlängerungen bis 2028 geplant
Das Umsteigekonzept wird voraussichtlich bis Sommer 2028 nötig bleiben. Die Länderbahn plant, die Bahnsteige an den Stationen Trotha und Steintorbrücke zu verlängern. An den Haltestellen Wohnstadt Nord, Zoo und Dessauer Brücke sollen komplett neue Bahnsteige gebaut werden. Der Bahnsteig in Halle-Südstadt soll nach derzeitiger Planung erst Ende 2028 fertiggestellt werden.
Einschränkungen im Alltag laut Betreiber gering
Nach Angaben der Länderbahn halten sich die Beeinträchtigungen im Alltag bislang in Grenzen. Der größte Fahrgastandrang bestehe zwischen Halle und Leipzig, hieß es. Über den Hauptbahnhof hinaus bis zu den nördlichen Stationen würden nur wenige Menschen weiterfahren. Die Fahrgastinformation zum Umsteigekonzept solle weiter verbessert werden, teilte die Länderbahn mit.



