Die Lage von Dynamo Schwerin im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga Nordost/Nord wird immer bedrohlicher. Nach einer 0:1-Niederlage im MV-Duell gegen die U23 von Hansa Rostock bleibt das Team von Trainer Jano Klempkow auf dem ersten Abstiegsplatz 14 hängen. Die Mannschaft zeigte sich kämpferisch, aber erneut ohne Punkteerfolg.
Klempkow zeigt sich kämpferisch
„Wir werden weiter alles geben und ich bin überzeugt davon, wenn wir weiter so kämpfen, werden wir uns das Glück auch wieder erarbeiten. Es kommen entscheidende Spiele“, sagte Jano Klempkow nach der Partie. Am Sonntag, den 10. Mai, sind die Schweriner beim Vorletzten Croatia Berlin gefordert. Ein Sieg ist dort praktisch Pflicht, um die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt zu wahren.
Strittiger Elfmeter entscheidet die Partie
In einem chancenarmen Spiel fiel die Entscheidung durch einen aus Sicht der Gastgeber zweifelhaften Handelfmeter. Dynamo-Kapitän Mario Schilling bekam den Ball an den Arm. „Es war eine kuriose Situation, die zu einem Handelfmeter führte. Für mich war es ein angelegter Arm und eine wirklich diskutable Entscheidung. Das war natürlich richtig bitter für uns“, so der Schweriner Coach. Julian Hahnel verwandelte den Strafstoß in der 32. Minute zur Führung für Hansa U23.
„Aufgrund der wirklich schlechten Platzverhältnisse war dieses Spiel insgesamt sehr chancenarm. Viel hing vom Zufall ab. Wir hatten trotzdem die bessere Spielanlage und waren mutig“, sagte Hansa-Coach Christian Tiffert. Rostock hatte sich die Führung verdient, war im Verlauf der ersten Hälfte besser geworden. „Nach einer halben Stunde hatte sich Hansa um mehr Ballkontrolle bemüht und das teilweise auch geschafft. Da waren sie ein bisschen aktiver. Nichtsdestotrotz standen wir recht gut und kämpften aufopferungsvoll, gerieten aber durch diesen Elfer wieder ins Hintertreffen“, so Jano Klempkow.
Zweite Halbzeit: Schwerin drängt, aber ohne Erfolg
In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber, während sich Hansa aufs Kontern verlegte. Trotz einiger gefährlicher Szenen wollte der Ausgleich nicht fallen. „Wir hatten drei, vier Schüsse, in die sich Hansa reinwarf. Einmal war es auch grenzwertig und vielleicht ein Handspiel. Leider sollte es für uns nicht mehr reichen. Ich fand, wir waren in der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft. Auch die Wechsel brachten allesamt frischen Wind“, sagte Klempkow.
Schwerins schweres Restprogramm
Für Schwerin war es die elfte Saisonniederlage. Drei Spiele gegen Croatia Berlin, den Spitzenreiter SV Lichtenberg und beim Dritten Klosterfelde stehen noch aus. Die U23 von Hansa Rostock steht nach dem achten Sieg aus den vergangenen neun Spielen bei 48 Punkten. „Ein großes Lob an die Mannschaft. In einer hektischen zweiten Hälfte war viel Mentalität gefragt. Da hat man deutlich gesehen, dass wir uns auch in diesem Punkt positiv entwickelt haben“, sagte Christian Tiffert.
Die Aufstellungen: Dynamo Schwerin: Bergtholdt (45.+1 Suaib) – Schilling (87. Aires dos Reis), Tarnow, Wienke, Kazacoks (77. Khlan) – Runge, Reit (46. Akindele), Osse (46. Klingberg), Almansori – Dei, Lokilo. Hansa Rostock II: Maurer – Heiden (88. Kolano), Bauer, Kelm, Rüh – Felix Ruschke (78. Alessandro Schulz), Bennett Peters (61. Sprogis), Zamzow (88. Nils Schulz) – Falk, Julian Hahnel.



