Deutsches Team startet mit 7:1-Torfest gegen Curaçao in die WM
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihren Auftakt bei der Weltmeisterschaft in den USA mit einem deutlichen 7:1 (3:1)-Sieg gegen den krassen Außenseiter Curaçao gefeiert. Vor 68.021 Zuschauern im klimatisierten Football-Stadion von Houston zeigte das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann eine überzeugende Leistung, auch wenn es zwischenzeitlich einen kleinen Durchhänger gab.
Frühe Führung und kurzer Schock
Bereits in der 6. Minute brachte Felix Nmecha die deutsche Mannschaft nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz in Führung – das früheste deutsche WM-Tor seit Philipp Lahm 2006. Doch dann ließ die Intensität nach, und Curaçao kam zum überraschenden Ausgleich durch Livano Comenencia (21.), dessen Schuss von Joshua Kimmich unhaltbar abgefälscht wurde.
Starke Reaktion vor der Pause
Das DFB-Team zeigte jedoch eine beeindruckende Reaktion. Nico Schlotterbeck erzielte mit seinem ersten Länderspieltor (28.) die erneute Führung, und Kai Havertz verwandelte kurz vor der Pause einen Foulelfmeter (45.+5) zum 3:1. Damit war der Fehlstart, wie ihn Deutschland 2018 gegen Mexiko und 2022 gegen Japan erlebt hatte, abgewendet.
Zweite Halbzeit: Torfestival
Nach der Pause legte die deutsche Mannschaft nach. Jamal Musiala (47.), Nathaniel Brown (68.), Deniz Undav (78.) und erneut Kai Havertz (88.) sorgten für den 7:1-Endstand. Die Torhymne „Major Tom“ ertönte mehrfach. Es war der zweithöchste WM-Sieg der deutschen Geschichte, nur übertroffen vom 8:0 gegen Saudi-Arabien 2002.
Comeback von Manuel Neuer
Ein besonderer Moment war das Comeback von Rekordtorhüter Manuel Neuer, der mit seinem 20. WM-Spiel zum Rekordtorhüter aufstieg. Bundestrainer Nagelsmann lobte Neur Erfahrung: „Er ist ein Ruhe gebender Faktor für uns und nach wie vor einer der besten Keeper der Welt.“
Ausblick
Nach dem Auftaktsieg ist ein drittes WM-Vorrundendebakel praktisch ausgeschlossen, da auch acht Gruppendritte weiterkommen. Ob Deutschland tatsächlich Großes erreichen kann, wird sich in den Spielen gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) zeigen.



