Am Sonntagmorgen um 4 Uhr könnte sich in Kansas City ein historischer WM-Skandal wiederholen: die „Schande von Gijón“ – diesmal mit Algerien und Österreich. Beide Mannschaften benötigen im letzten Gruppenspiel nur ein Unentschieden, um ins Achtelfinale einzuziehen. In den sozialen Medien wird bereits von einer möglichen Absprache gesprochen, der Begriff „Schande von Kansas City“ macht die Runde.
Die historische „Schande von Gijón“
Vor 44 Jahren, bei der WM 1982 in Spanien, sorgten Deutschland und Österreich in Gijón für einen der größten Skandale der Fußballgeschichte. Nach der frühen Führung durch Horst Hrubesch stellten beide Teams das Spielen ein und schoben sich den Ball nur noch hin und her. Der Grund: Mit dem 1:0 war klar, dass beide Mannschaften die nächste Runde erreichten. Leidtragende war die algerische Elf, die Deutschland sensationell 2:1 geschlagen hatte, aber am Ende ein Tor für den Einzug in die 2. Finalrunde fehlte. Algerische Fans wedelten mit Geldscheinen und fühlten sich betrogen. Seitdem spricht die Fußball-Welt von der „Schande von Gijón“.
Die aktuelle Situation in Kansas City
Nun könnte sich die Geschichte wiederholen – allerdings mit Algerien in der möglichen Rolle des Täters. Österreich liegt mit drei Punkten auf dem zweiten Platz der Gruppe, Algerien ist punktgleich Dritter. Ein Unentschieden würde beiden Teams reichen, um sich für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Stefan Posch (29), Ösi-Verteidiger von Mainz 05, verspricht jedoch: „Ich kann ja nicht ins Spiel gehen und sagen: ‚Heute will ich unentschieden spielen oder verlieren.‘ Das funktioniert so nicht. Ich glaube, dass das keiner von uns je gemacht hat und er wird’s auch nie machen. Deswegen stellt sich für uns nicht die Frage.“
Reaktionen und Ausblick
Trotz der Beteuerungen von Posch bleibt die Diskussion um eine mögliche Absprache bestehen. Die Fußball-Welt blickt gespannt auf das Spiel in Kansas City. Sollte es tatsächlich zu einem Unentschieden kommen, wäre der Skandal perfekt. Die algerischen Fans, die 1982 unter der Absprache litten, könnten nun selbst in die Kritik geraten. Das Spiel wird am Sonntagmorgen um 4 Uhr angepfiffen.



